Post-Chef Klaus Zumwinkel baut Logistikgeschäft aus
Deutsche Post will angeblich auch DHL-Mehrheit

dpa BONN. Knapp zwei Monate vor ihrem Börsengang mehren sich die Anzeichen für weitere Zukäufe und Expansionspläne der Deutschen Post AG . Zu potenziellen Partnern für strategische Allianzen wolle man sich in den "nächsten Wochen" festlegen, sagte Vorstandschef Klaus Zumwinkel. Nach einem Bericht des "Handelsblatts" vom Mittwoch strebt der Logistik-Konzern neben dem Kauf des französischen Frachtunternehmens Geodis auch eine Mehrheitsbeteiligung am weltgrößten Expressdienstleister DHL an.

Bisher halten die Post und die Lufthansa Cargo je 25 % plus eine Aktie an DHL. Ein Sprecher der Post in Bonn wollte den Bericht zu DHL nicht kommentieren. Er betonte zugleich, dass sich an dem Fahrplan für die Börseneinführung mit dem "Arbeitstermin" 6. November nichts ändere. Laut "Handelsblatt" wird in Börsenkreisen jedoch bereits befürchtet, dass die Post wegen der Übernahmen den Termin für ihr Going Public verschieben muss.

Die Post wolle die eigenen Anteile an DHL aufstocken, um die Mehrheit zu erhalten, schreibt das "Handelsblatt". Die fehlenden Anteile sollten nicht von der Lufthansa-Frachttochter, sondern von anderen DHL-Aktionären wie der Japan Airlines oder den DHL - Mitarbeitern oder Gründerfamilien. DHL gelte als renditestarkes Logistikunternehmen und käme Zumwinkels Strategie entgegen, das Logistikgeschäft der Post zu stärken und den hohen Gewinnanteil der Briefsparte von bislang 95 % auf rund 50 % zu verringern.

Auch in Asien will die Post ihre Präsenz verstärken. Dort gebe es für die Post interessante Felder, sagte Zumwinkel. Nähere Angaben machte er nicht.

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