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Post erhöht nach starkem 2.Quartal Jahresprognose - Bald Schuldenfrei

(dpa-AFX) Bonn - Die Deutsche Post < DPW.ETR > hat nach einem überraschend deutlichen Gewinnanstieg im zweiten Quartal die Gesamtjahresprognose angehoben. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (Ebita) werde zwischen 7,5 und 12,5 Prozent steigen, teilte die Deutsche Post World Net am Freitag in Bonn mit. Bisher hatte die Post mit einem Plus von 5 bis 10 Prozent gerechnet.

(dpa-AFX) Bonn - Die Deutsche Post < DPW.ETR > hat nach einem überraschend deutlichen Gewinnanstieg im zweiten Quartal die Gesamtjahresprognose angehoben. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (Ebita) werde zwischen 7,5 und 12,5 Prozent steigen, teilte die Deutsche Post World Net am Freitag in Bonn mit. Bisher hatte die Post mit einem Plus von 5 bis 10 Prozent gerechnet.

Die Anhebung der Jahresziele begründete Post-Chef Klaus Zumwinkel mit dem operativen Gewinnschub im zweiten Quartal und dem Nettoertrag von rund 75 Millionen Euro aus dem Postbank-Börsengang. Für 2005 bekräftigte die Post das Ziel, ein Ebita von mindestens 3,6 Milliarden Euro zu erwirtschaften. An der Frankfurter Börse fiel die Aktie bis zum Mittag um 0,12 Prozent auf 16,62 Euro. Am Vormittag hatte der Titel noch im Plus gelegen. Gleichzeitig sank der Leitindex DAX < DAX.ETR > um 0,18 Prozent auf 3.882,68 Punkte.

Bald Schuldenfrei - Einstieg BEI Dänischer Post Angestrebt

Zudem meldete die Post, sie wolle in einigen Wochen schuldenfrei werden. Dies strebt der Konzern mit Hilfe der Erlöse aus dem Börsengang der Postbank und der Ausgabe eines Umtauschanleihe von insgesamt 2,6 Milliarden Euro an. Zwischen dem Jahreswechsel und dem 30. Juni hatte die Post ihre Schulden bereits um rund 85 Prozent auf 304 Millionen Euro drastisch verringert. 1 Milliarde Euro seien für Pensionsverpflichtungen vorgesehen. Eine Sonderausschüttung an Aktionäre werde es nicht geben.

Nach Zukäufen in den USA will die Post bei der dänischen Post einsteigen. Die Bonner beteiligen sich an einer Ausschreibung für einen 25-prozentigen Anteil. Ein Wert wurde nicht genannt. Es sei aber ein kleiner Zukauf und solche seien geringer als 100 Millionen Euro. Die Transaktion werde im Falle des Erfolgs bis Ende des Jahres abgeschlossen werden. Mitte des Jahres hatte das dänische Parlament den Weg für den Verkauf eines Viertels der staatlichen Postgesellschaft frei gemacht.

Quartal Stärker ALS Erwartet

Im zweiten Quartal übertraf die Post die Erwartungen. Mit einer Ebita-Steigerung von 45,2 Prozent auf 752 Millionen Euro lag die Post über der Analystenprognose von 730 Millionen. Der Umsatz kletterte um 11,6 Prozent auf 10,5 Milliarden Euro. Im Halbjahr wuchs er um 9,6 Prozent auf rund 21 Milliarden Euro. Das Auslandgeschäft beträgt knapp 47 Prozent am Gesamtumsatz.

Das Wertsteigerungsproggramm Star trug im ersten Halbjahr 178 Millionen Euro zum Ergebnis bei. Bis Ende 2005 soll dieser Beitrag von derzeit kumulierten 601 Millionen Euro auf mindestens 1,4 Milliarden Euro steigen.

Alle Bereiche mit Ausnahme der Finanzsparte haben im zweiten Quartal starke Zuwächse verbucht. In den ersten sechs Monaten steigerte die Logistiksparte den Umsatz um 15 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro, getragen von kräftigen Zuwächsen beim Luft- und Seefrachtvolumen.

DHL Peilt 2005 Break-Even AN

Auf dem amerikanischen Markt steht für die Post die 1,2 Milliarden Dollar schwere Integration des Netzes im Vordergrund. Noch schreibt DHL dort Verluste. Die Gewinnschwelle peilt die Post mit DHL in den USA für 2005 an.

Der Express-Bereich steigerte den Umsatz in den ersten sechs Monaten dank des starken Geschäfts in Europa und Asien um 26,3 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro. Besonderes Augenmerk richtet die Post auf Osteuropa. Von der Öffnung dieser Länder verspricht sich die Post eine zweistellige Steigerung des Transportvolumens in Europa. Das Briefgeschäft verzeichnete 6,3 Milliarden Euro Umsatz und lag damit nur knapp über dem Vorjahresniveau.

Umsatzrückgang BEI DER Finanzsparte

Die Sparte Finanzdienstleistungen, im wesentlichen die Postbank < DPB.ETR > , setzte im ersten Halbjahr 3,6 Milliarden Euro um und damit 9 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Post begründete den Rückschritt mit den niedrigen Zinsen.

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