Post profitiert von Paketlieferungen
Kauflust im Internet ungebrochen: Jetzt ordern die Frauen

Weil die Zahl der Internetnutzer noch immer absolut steigt und gleichzeitig der Anteil der Frauen zunimmt, freuen sich deutsche Online-Shops immer öfter über Bestellungen für Kleidung, Schuhe oder Kosmetikartikel.

ddp/vwd BONN. Gegen die allgemeine Konjunkturschwäche scheint die Branche derzeit immun zu sein. "Die Marktkonsolidierung war bereits im Sommer nahezu abgeschlossen", berichtete Uwe Frigge, Geschäftsführer des Shopping-Portals eVITA, am Dienstag in Bonn bei der Vorstellung der dritten Marktanalyse "eCommerce Facts". Aktuell erwartet die Branche weitere Marktanteilsgewinne im Weihnachtsgeschäft.

Nach der von der Deutschen Post in Auftrag gegebenen Studie stieg nicht nur die Zahl der Internetnutzer im vergangenen Jahr deutschlandweit von 18 auf 24 Millionen an. Auch die Zahl der Online-Shopper wuchs im Vergleich zur Vorjahresuntersuchung um 40 Prozent auf 14 Millionen im Oktober 2001. Für drei von fünf Internetnutzern ist das Online-Shopping mittlerweile ein fester Bestandteil ihres persönlichen Surfprogramms geworden. Für sie ist das Bestellen am Bildschirm schon fast genauso selbstverständlich geworden wie der Kauf an der Ladentheke.

Zwar zählen noch immer Bücher, CD's und Videos zu den beliebtesten Online-Produkten. Anbieter verzeichnen seit einem Jahr allerdings eine deutliche Zunahme der Bestellungen von Bekleidung, Schuhen, Spielzeug und Blumen, Parfümerieartikeln und Geschenken. Kapitalstarke Unternehmen wie Allsortimentler www.quelle.de oder der Auch-noch-Kaffee-Anbieter www.tchibo.de witterten längst ihre Chance im Online-Geschäft und haben ihre Portale aufgebaut. Beim Kauf von teuren Konsumartikeln, Fernsehern, Stereoanlagen, Fotoapparaten oder Neuwagen verlassen sich die Bundesbürger jedoch noch immer lieber auf die fachkundige Beratung im Geschäft. Auch beim sensiblen Punkt der Bezahlung agiert die Kundschaft konservativ und ordert eher per Rechnung, als dem Anbieter die Nummer der Kreditkarte anzuvertrauen.

30 Millionen Pakete pro Jahr dank E-Commerce

Wer sich als Anbieter im heißumkämpften Online-Markt tummelt, muss wissen, dass die Kunden sehr anspruchsvoll geworden sind. "Bei langen Ladezeiten, unübersichtlichen Seiten und komplizierten Suchwegen bis zum gewünschten Produkt kippt die Kauflust schnell in Kauffrust um", warnt Marktforscher Michael Seitz. Dann wird rasch ein anderes Portal angeklickt. Bequeme Rückgabemöglichkeiten und eine Geld-Zurück-Garantie gehören mittlerweile zum Standard, ohne die ein Newcomer gar nicht erst anzutreten braucht. Zu guter Letzt sollte natürlich auch der Lieferservice stimmen, damit die Vorfreude auf den georderten Artikel nicht durch einen unhöflichen Boten an der Haustüre getrübt wird.

Apropos Lieferung: Die Post profitiert nicht nur über das Shopping-Portal Evita von vielen Online-Bestellungen. Der elektronische Kauf generiert natürlich jede Menge Paketlieferungen vom Unternehmen zum Kunden und bei Nichtgefallen zurück. Nach Angaben der Studie werden pro Jahr mittlerweile 30 Millionen Pakete allein wegen E-Commerce durch Deutschland befördert. Der Marktanteil liegt derzeit bei sechs Prozent, Tendenz steigend.

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