Posten auf der Verkaufsliste
Telekom will letzte Asien-Beteiligung losschlagen

Die Deutsche Telekom hat ihre letzte verbliebene Mobilfunk-Beteiligung in Asien zum Kauf angeboten. Ihr knapp 25-prozentiger Anteil an dem zweitgrößten philippinischen Mobilfunkanbieter Globe Telecom wurde den Globe-Mitinhabern Singapore Telecommunications Ltd. (SingTel) und Ayala am Freitag offeriert.

Reuters SINGAPUR. Die beiden Miteigentümer halten zusammen knapp 62 % an Globe und haben auf den Telekom-Anteil ein Vorkaufsrecht. Binnen 45 Tagen würden beide Unternehmen die Offerte prüfen, teilte SingTel in Singapur mit. Ein Verkaufspreis wurde nicht genannt. Nach dem derzeitigen Börsenkurs von Globe hat der Telekom-Anteil einen Wert von 427 Mill. Dollar (rund 375 Mill. ?).

Globe ist die letzte verbliebene Asien-Beteiligungen und bereits seit längerem auf der Verkaufsfliste der mit 56,3 Mrd. ? verschuldeten Deutschen Telekom. Von der Beteiligung an dem indonesischen Mobilfunkunternehmen Satelindo hatte sich der Bonner Konzern für 361 Mill. ? bereits im vergangenen Jahr getrennt. Den Anteil an dem malaysischen Mobilfunkanbieter Celcom musste die Telekom Anfang Juni gegen ihren Willen im Zuge der Fusion von Celcom und Telekom Malaysia zwangsweise abgeben. Wegen des von der Telekom als zu gering eingeschätzten Abfindungspreises von rund 97 Mill. ? läuft gegenwärtig ein internationales Schiedsgerichtsverfahren bei der Internationalen Handelskammer in Paris.

Die Telekom hatte die Beteiligungen an den drei asiatischen Mobilfunkfirmen in den Jahren 1995 und 1996 erworben. Im Zuge der deutlich angestiegenen Verschuldung des Bonner Konzerns läutete die Telekom im vergangenen Jahr jedoch den Rückzug aus der Region ein. Die Beteiligungen arbeiten zwar profitabel und haben noch deutliches Wachstumspotenzial, jedoch rechnet die Telekom die Minderheitsbeteiligungen nicht mehr zu ihrem Kerngeschäft. Durch Übernahmen und milliardenschwere Investitionen in den Mobilfunk waren die Schulden der Telekom im vergangenen Jahr auf knapp 70 Mrd. ? angewachsen. Vor allem durch Einsparungen und Unternehmensverkäufe hat der Konzern inzwischen die Nettoverschuldung auf 56,3 Mrd. ? gesenkt.

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