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Postive Indizes am Freitag den 13.

Die Börsenbarometer streben nach den Verlusten vom Vortag weiter in die Gewinnzonen. Eskalierende Gewalt in Israel und Palästina und die damit verbundene Angst vor einer verstärkten Ölkrise sowie weitere Gewinnwarnungen hatten am Donnerstag die Aktienmärkte nach unten gezogen. Doch jetzt sehen die Anleger die Börsenwelt wieder in rosa-roten Farben.

Für die optimistische Stimmung unter den Anlegern sorgen die Einzelhandelsdaten. Die Umsätze des Sektors stiegen im September statt um die erwarteten 0,6 Prozent um 0,9 Prozent. In Zeiten, in denen der steigende Ölpreis die Unternehmenseinnahmen zunehmend reduziert, könnten somit wenigstens steigende Umsätze die höheren Kosten des Einzelhandels ausgleichen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die Zinsen reduzieren wird, rückt allerdings somit in die Ferne. Doch gute Umsatzzahlen könnten in den nächsten Quartalen den Unternehmen wieder zu guten Gewinnen verhelfen. Chipwerte und Computer- und Kommunikationsaktien können sich heute erholen.



Von den hohen Erzeugerpreisen, die heute Morgen veröffentlicht worden sind, lassen sich Investoren dagegen nicht beirren. Dieser Index stieg im September statt um die erwarteten 0,5 Prozent um 0,9 Prozent. Die um die volatilen Bereiche der Energie- und Lebensmittelpreise bereinigte Kernrate übertraf die Erwartungen ebenfalls um 0,2 Prozent. Damit deuten beide Indikatoren auf die Gefahr einer möglichen Inflation. Kein gutes Zeichen für die Börse.



Staranalystin Abby Cohen von Goldman Sachs beruhigt die Gemüter der geplagten Anleger. Nach den Kurseinbußen der vergangenen Zeit sei die Bewertung ausgewogener und wieder attraktiver als zuvor. Für die 500 des S&P Indexes Unternehmen prophezeit Cohen ein durchschnittliches Umsatzwachstum von acht bis zehn Prozent. Anleger sollten ihr Augenmerk auf Energieanbieter und Finanzdienstleister wie Versicherungen und Banken richten. Das Lob für den Finanzsektor nehmen sich die Investoren schon zu Herzen, denn J.P. Morgan steht derzeit auf Siegertreppchen des Dow Jones Indexes.



Den Nasdaq Index beflügeln gute Quartalsergebnisse. Auf der Gewinnerseite des Barometers steht Veritas Software. Die Absatzzahlen des Anbieters von Software für den Bereich Datenspeicherlösungen wurden im dritten Quartal mit 317,2 Millionen Dollar um 73 Prozent gegenüber dem Vorjahr ausgebaut.



Ein anderer Nasdaq Sieger ist Juniper Networks. Der Anbieter von Software für Internetlösungen legte gestern Zahlen vor, mit denen die Konsensschätzungen deutlich übertroffen wurden. Juniper konnte seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr mehr als versechsfachen.



Gateway kann um 16 Prozent zulegen. Der zweitgrößte Direktvertreiber von PCs meldete Zahlen im Rahmen der Erwartungen. Der Gewinn wurde um 35 Prozent auf 152,6 Millionen Dollar oder 46 Cents pro Aktie gesteigert. Auch PMC-Sierra kann nach Veröffentlichung von guten Zahlen profitieren.



Der sinkende Ölpreis sorgt dafür, dass die Ölwerte schwächer tendieren. Gestern hatte der Sektor bei einem Zehnjahreshoch des Rohölpreises noch ausgezeichnet performt, doch am Freitag Mittag ist Exxon der größte Dow-Verlierer.



Der ohnehin schon geschundene Kurs von DoubleClick muss noch eine weitere 37-prozentige Kurs-Schlappe einstecken. Die Online-Werbeagentur hatte am Donnerstag eine Gewinnwarnung veröffentlicht.



Hohe Energiekosten belasten Union Carbide. Der Chemiekonzern kam mit einer Gewinnwarnung heraus, dass die Erwartungen im dritten Quartal voraussichtlich verfehlt werden. Union Carbide verliert fast fünf Prozent.

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