Poststelle im Kapitol wird chemisch behandelt
Strahlen und Schaum gegen Milzbrand

Die US-Post hat vier LKW-Ladungen mit Briefen aus einem von Milzbrand betroffenen Washingtoner Postverteilzentrum zur Bestrahlung nach Ohio geschickt.

afp WASHINGTON. Mit der Strahlen-Behandlung sollen die an der Post haftenden Krankheitserreger getötet werden, berichtete die "Washington Post" am Freitag. Zwei Mitarbeiter des betroffenen Verteilzentrums Brentwood Road waren an Milzbrand gestorben.

Post für Kongress und Außenministerium

Das Postverteilzentrum ist für Briefe an den US-Kongress zuständig und verteilt auch einen Teil der Post für das Außenministerium, wo nach Angaben vom Donnerstag ein Mitarbeiter der Poststelle an Lungenmilzbrand erkrankt ist. Ein Sprecher der US-Post sagte der Zeitung, die Briefe würden von einer Privatfirma in Ohio mit so genannten E-Beams - einer Elektronenbestrahlung - behandelt. Damit sollten Anthrax-Erreger abgetötet werden.

Neuartige Chemikalie

Die "New York Post" berichtete unterdessen, im Kapitol bereiteten Arbeiter den Einsatz eines neuartigen Schaums vor, mit dem Milzbrand-Sporen vernichtet werden können. Der Schaum solle fünf bis 7,5 Zentimeter dick über sämtliche Flächen in den Poststellen verteilt werden. Die Chemikalie könne nach einer Stunde Wirkzeit abgesaugt werden, sagten Behördenvertreter der Zeitung. Der Schaum sei äußerst effektiv gegen Bakterien und Sporen.

Drei Menschen gestorben

Im Kapitol waren in den vergangenen Wochen Briefe mit Milzbrand-Erregern eingegangen. Insgesamt starben bisher drei Menschen in den USA an Milzbrand, mehrere weitere sind erkrankt.

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