Potenzial nach unten
Neuer Markt baut Verluste nach Nasdaq-Eröffnung aus

Die Aktien am Neuen Markt tendierten am Donnerstagnachmittag leichter. Marktbeobachter bewerteten die heutigen Verluste aber nicht dramatisch, vielmehr würden Gewinnmitnahmen die Indizes belasten. Die T-Online-Aktie verlor über 5 %.

dpa-afx FRANKFURT. Im Zuge einer schwachen Eröffnung der US-Technologiebörse Nasdaq haben die Wachstumswerte am Neuen Markt am Donnerstag ihre Verluste ausgebaut. Gut dreieinhalb Stunden vor Börsenschluss lag der Nemax 50 mit 4,94 % auf 1 883,15 Punkte im Minus, der alle Werte umfassende Nemax All-Share verlor 3,89 % auf 1 919,68 Zähler.

Marktbeobachtern zufolge seien die heutigen Verluste nicht dramatisch, vielmehr würden Gewinnmitnahmen die Indizes belasten. So stand auch der Kurs von T-Online unter Druck, nachdem am Vortag die Aktie seit langen mal wieder deutlich über 14 Euro geschlossen hatte. Am Morgen wurden Quartalszahlen veröffentlicht, die teilweise die Erwartungen der Analysten übertrafen. T-Online verlor 5,52 % auf 13,70 Euro.

Ein Minus von 9,65 % auf 5,15 Euro verbuchte die Intershop AG . Einen Bericht der "Financial Times Deutschland" zufolge ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Intershop-Chef Stephan Schambach sowie dessen Finanzvorstand Wilfried Beeck.

Micrologica hat Kerngeschäft verkauft

Die Micrologica AG hat ihr Kerngeschäft endgültig an die Tenovis GmbH verkauft. Der vorläufige Gläubigerausschuss in dem Insolvenzverfahren habe dem Verkauf zugestimmt. Micrologica bleibe weiter börsennotiert und arbeite künftig mit 12 Mitarbeitern und einem verkleinerten Vorstand. Der Kurs verlor 1,30 % auf 0,76 Euro.

Schlecht bewertete vorläufige Zahlen präsentierte die Teamwork Info. Management für das Geschäftsjahr 2000. Zudem sei im Rahmen der Insolvenz der Aufsrichtsrat zurückgetreten. Das Unternehmen wies einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Bilanzfehlbetrag in Höhe von 12,9 Mill. Euro auf. Der Kurs rutschte um 7,14 % auf 1,30 Euro.

Unter Druck stand auch der Kurs der Fantastic Corp. , der um 6,63 % auf 1,55 Euro nachgab. Der Anbieter von Software-Lösungen verzeichnete im ersten Quartal einen Fehlbetrag von 19,5 Mill. $, darin einbezogen seien die Umstrukturierungskosten. Für das zweite Quartal will Fantastic die betrieblichen Aufwendungen weiter um 40 % senken.

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