Powergen-Kauf:
Bayern trennt sich teilweise von Eon-Aktienpaket

Hintergrund ist die geplante Übernahme des Energieversorgers Powergen durch Eon und der Einstieg in den amerikanischen Markt. Nach US-Recht muss Eon dabei den Staatsanteil auf weniger als 5 % reduzieren. Bayern hält an Eon aber 5,48 %.

dpa-afx MÜNCHEN. Wegen des geplanten Kaufs des britischen Energieversorgers Powergen will sich der Freistaat Bayern von einem Teil seines E.ON-Aktienpakets trennen. Entsprechende Gespräche würden vom bayerischen Finanzminister Kurt Faltlhauser geführt, teilte ein Ministeriumssprecher am Samstag in München mit. Hintergrund sei die vom Konzern geplante Powergen-Übernahme und deren strategische Bedeutung für den US-Markt.

Nach US-Recht muss der Staatsanteil auf unter 5 % beschränkt bleiben. Der Freistaat Bayern ist jedoch mit fast 5,5 % an der Eon AG (Düsseldorf) beteiligt, die aus dem Zusammenschluss von Veba und Viag einschließlich der Töchter Preussen Elektra und Bayernwerk entstanden war.

Bayern begrüßt Powergen-Ünernahme

Grundsätzlich begrüße der Freistaat die unternehmerische Entscheidung zur Übernahme Powergens, sagte der Ministeriumssprecher weiter. Damit werde die Konkurrenzfähigkeit des Konzerns im internationalen Wettbewerb verbessert.

Die "Süddeutsche Zeritung" hatte am Samstag berichtet, Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) und das Management des Konzerns seien sich über das Milliarden-Geschäft "grundsätzlich einig". Unklar sei noch, ob sich der Freistaat ganz oder nur teilweise aus dem Konzern zurückziehen werde. Damit könnten dem Haushalt des Freistaats möglicherweise noch in diesem Jahr Einnahmen in Milliardenhöhe winken. Nach Angaben der Zeitung hat das Eon - Aktienpaket des Freistaats einen Wert von rund 4,6 Mrd. DM.

Der Düsseldorfer Eon-Konzern steigt mit dem Kauf der britischen Powergen zum zweitgrößten Energiedienstleister der Welt auf. Zusammen kämen beide Unternehmen auf einen Stromabsatz von 323 Milliarden Kilowattstunden und 30 Millionen Strom- und Gaskunden, berichtete Eon-Vorstandschef Ulrich Hartmann vor kurzem. Powergen stelle den größten Zukauf in der Unternehmensgeschichte dar. Mit der Powergen - Tochter LG & E verschaffe sich Eon Zutritt zu interessanten US- Märkten. Ziel sei es, auch in den USA eine führende Position einzunehmen.

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