Powerline kommt später
Energieversorger auf dem Rückzug

hsn DÜSSELDORF. Die Energieversorger EnBW (Energie Baden-Württemberg AG) und Eon schlagen beim Thema Powerline leisere Töne an. Waren beide Unternehmen noch vor einem Jahr sicher, dass sie spätestens 2001 mit der Übertragung von Daten über die Stromsteckedose starten werden, heißt es jetzt: Zuerst müssen die Ergebnisse der Feldversuche abgeschlossen werden. Dann sehen wir weiter.

Die Oneline AG aus Barleben bei Magdeburg - ein Unternehmen von Eon - mußte den Start ihres Feldversuchs immer wieder verschieben. Erst jetzt wurden die ersten Anwender mit der notwendigen Technik ausgestattet. EnBW dagegen hatte bereits im vergangenen Jahr 200 Teilnehmer mit der neuen Technik versorgt und angeblich eine gute Resonanz erhalten.

Dennoch habe man es mit der Umsetzung in den Markt nicht eilig, sagt EnWB-Sprecher Klaus Wertel gegenüber dem Handelsblatt. Noch sei im Unternehmen keine Entscheidung gefallen und es sei fraglich, ob diese in diesem Jahr zu erwarten sei. Wertel räumt jedoch ein, dass sich die Marktsituation mit der Einführung von ADSL, der schnellen Übertragungstechnik per Telefonkabel durch die Telekom, geändert habe - und von Tag zu Tag schwieriger wird. "Einen ADSL-Kunden werden wir nicht mehr für unsere Powerline gewinnen können", so der EnWB-Sprecher skeptisch.

Einzig Stromversorger RWE bleibt auf Kurs und will noch in diesem Jahr an den Start gehen. Die RWE Powerline GmbH will ihre Lösungen Mitte nächster Woche auf der Computermesse Cebit vorstellen. "Es werden Produkte gezeigt und Preise genannt", verspricht Unternehmenssprecherin Martina Rudy. Ab Juli soll es dann losgehen. Dann können Kunden über die Stromleitung im Internet surfen, heißt es. Die Oneline AG, die genau vor einem Jahr zur Cebit gestartet ist, wird sich auf der diesjährigen Computermesse in Hannover darauf beschränken, Powerline-Anwendungen für die Hausvernetzung zu zeigen.

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