Powerline vor dem Aus
RWE kappt den Anschluss zum Internet

Der Internetzugang via Stromleitung steht nun auch beim Energiekonzern RWE vor dem Aus.

hsn DÜSSELDORF. Das Essener Unternehmen RWE Powerline will sich jedoch nicht ganz von der Datenübertragungstechnik über die Stromleitung verabschieden, sondern sucht nach Angaben einer Unternehmenssprecherin nach einem Partner, mit dem Lösungen für eine Datenvernetzung im Haus realisiert werden können.

Als Grund für den Ausstieg aus der Übertragung von Sprache, Daten und Bildern über das RWE-Stromnetz nannte die Sprecherin Probleme mit der Technik. So habe Zulieferer Ascom nach wie vor Schwierigkeiten bei der Fertigung der Modems, mit denen die Daten übertragen werden. Darüber hinaus kritisiert das Unternehmen - wie die Wettbewerber auch - die Rechtslage in Europa, nach der die Betreiber von Powerline-Netzen garantieren müssen, dass ein festgelegter Störwert nicht überschritten werden darf.

Die Lieferschwierigkeiten von Ascom macht RWE dafür verantwortlich, dass der Aufbau der Powerline-Netze in Essen und Mülheim an der Ruhr nicht vorangekommen ist. Von den geplanten 20 000 Anschlüssen sei man noch weit entfernt, räumt die Unternehmenssprecherin ein.

An der Technik sind in den vergangenen Jahren schon andere Firmen gescheitert. Die Siemens AG beendete ihr Powerline-Projekt Anfang 2001. Der Energieriese Eon stellte im November die Entwicklungsarbeiten für Powerline ein. Übrig geblieben sind nur noch zwei Technikanbieter: Ascom und der israelische Powerline-Spezialist Main.net Communication.

Wenn jetzt RWE seine Powerline-Angebote auf Inhouse-Lösungen reduziert, gibt es in Deutschland nur noch zwei Anbieter für die Datenübertragung über das Stromnetz: die EnBW AG, die ebenfalls auf Ascom-Technik setzt, und die Mannheimer Power Plus Communication (PPC), ein Gemeinschaftsunternehmen des Mannheimer Versorgers MVV Energie AG und von Main.net. Beide stehen noch am Anfang.

Quelle: Handelsblatt

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