PR-Berater in der Krise
Microsoft-Entscheidung gefährdet Hunzinger angeblich nicht

Der Kommunikationsdienstleister Hunzinger Information AG sieht sein Geschäft durch den Verlust des Kunden Microsoft nicht gefährdet.

Reuters FRANKFURT/M. "Microsoft war nicht mehr in unserer Planung, die wir im März neu gemacht haben", sagte der Vorstandsvorsitzende Moritz Hunzinger am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Bereits im Januar habe es erste Fragezeichen über eine weitere Zusammenarbeit über den bestehenden Vertrag hinaus gegeben. Im März sei Microsoft dann aus der Planung genommen worden. "Das belastet unser Geschäft nicht." Hunzinger sei seit 1998 für Microsoft tätig gewesen. "Wir sind heute sehr fair verabschiedet worden," sagte Hunzinger.

Die deutsche Tochter des Software-Konzerns hatte am Vortag mitgeteilt, sich von Hunzinger mit Ablauf des Vertrages Ende Juli zu trennen. Der PR-Berater Hunzinger ist wegen Geld-Zahlungen an Politiker in die Kritik geraten. Ex-Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) hat nach eigenen Angaben von Hunzinger 140 000 Mark als Vorschuss für seine Memoiren und als Honorare für Reden erhalten.

"Wir sind in jedem Geschäftsfeld zum Halbjahr und auch konsolidiert im Plus", sagte Hunzinger zur Geschäftsentwicklung seines Unternehmens. Einen Ausblick für das Geschäftsjahr wollte Hunzinger vorerst nicht geben. "Ich setze die Prognose erstmal aus." Er wolle zunächst die nächsten Tage abwarten. Angekündigt hatte Hunzinger bisher, das Nachsteuerergebnis werde sich 2002 bei verhaltenem Umsatzanstieg mindestens verdoppeln. Neben Microsoft seien keine Verträge gekündigt worden, sagte Hunzinger, der 40 Kunden zu seinen wichtigen zählt: "Im Gegenteil."

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%