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«Pracht und Macht»: Glanz des Dresdner Hofes um 1600

Hamburg (dpa) - Mit einer Ausstellung unter dem Titel «Pracht und Macht» ist der Dresdner Hof um 1600 zu Gast in Dresdens Partnerstadt Hamburg. Vom Glanz des Dresdner Hofes in der Renaissance zeugen bis zum 26. September rund 200 Schätze aus dem weltberühmten Grünen Gewölbe und der Rüstkammer.

Hamburg (dpa) - Mit einer Ausstellung unter dem Titel «Pracht und Macht» ist der Dresdner Hof um 1600 zu Gast in Dresdens Partnerstadt Hamburg. Vom Glanz des Dresdner Hofes in der Renaissance zeugen bis zum 26. September rund 200 Schätze aus dem weltberühmten Grünen Gewölbe und der Rüstkammer.

«Diese Schau zeigt das Schönste, was das europäische Kunstgewerbe um 1600 geschaffen hat», schwärmte der Direktor des Hamburger Museums für Kunst und Gewerbe, Prof. Wilhelm Hornbostel. Nach Hamburg ist die Ausstellung in Zusammenarbeit mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden noch im Metropolitan Museum New York und in Rom zu sehen.

Gezeigt werden kostbare Werke der Goldschmiedekunst und Pokale aus exotischen Naturmaterialien. Hinzu kommen Prunkwaffen und Turnierharnische, Jagdgarnituren und Festkleider, die die Vielfalt des höfischen Lebens veranschaulichen. «Bisher konnte eine fürstliche Sammlung von solcher Bedeutung in Hamburg noch nicht gezeigt werden», sagte Hornbostel.

Möglich wurde die Ausstellung durch den Umzug des Grünen Gewölbes vom Albertinum in das Dresdner Residenzschloss. Dort wird der erste Teil am 8. September wiedereröffnet, 2006 folgt das Historische Grüne Gewölbe, zu dessen Bestand die in Hamburg präsentierten Werke zählen.

In den Jahren kultureller und wirtschaftlicher Blüte zwischen 1580 und 1620 wurde die kursächsische Kunstkammer durch das Sammlerinteresse von vier Kurfürsten geprägt: August, Christian I. und II. und Johann Georg I.. «Kunstkammern waren Ausdruck humanistischer Bildung und sollten das Wissen der ganzen Welt im Kleinen vermitteln», erklärte Ausstellungsleiter Bernhard Heitmann. So ist in der Schau ein Pelikan mit Jungen als Trinkgefäß zu sehen, ein Symbol der Christenheit. «Als Landesherren Martin Luthers und damit der Reformation verstanden sich die Kurfürsten Sachsens als Hüter des Glaubens.» Ein Elefant mit Kriegsturm erinnert dagegen an den Feldzug Hannibals über die Alpen.

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