Präsident Assad auf Staatsbesuch in Spanien
Syrien warnt Israel vor militärischer Eskalation

dpa MADRID. Syrien hat Israel vor einer militärischen Eskalation im Nahost-Konflikt gewarnt. "Wir haben kein Verlangen nach einem Krieg, aber in Israel sieht die Sache anders aus", sagte der syrische Präsident Baschar el Assad in einem Interview mit der spanischen Zeitung "El Pais" (Mittwochsausgabe). "Wenn Israel uns den Krieg aufzwingt, werden wir uns verteidigen. Allerdings glaube ich nicht, dass Israel es wagt, sich in ein solches Abenteuer zu stürzen, auch wenn (dem Ministerpräsidenten Ariel) Scharon das Kriegführen Spaß zu machen scheint."

Nach Angaben der Zeitung war dies das erste Interview, das Assad einem westlichen Medium seit seinem Amtsantritt im vorigen Jahr gegeben hat. Der syrische Präsident wurde am Mittwoch in Spanien zu seinem ersten offiziellen Besuch in einem europäischen Land erwartet. Ein bilaterales Übereinkommen zwischen Israel und den Palästinensern würde nicht zu einem dauerhaften Frieden im Nahen Osten führen, sagte Assad.

Syrien und Libanon müssen für Frieden einbezogen werden

Der syrische Präsident plädierte für eine globale Friedensregelung, in die auch Syrien und Libanon einbezogen werden müssten. Dazu müsste Israel aber zunächst die UN-Resolutionen zur Rückgabe aller besetzten Gebiete erfüllen. Die syrischen Truppen sollten in Libanon so lange bleiben, wie die dortige Regierung dies wünsche. Assad bestritt Presseberichte, wonach der Prozess der politischen Öffnung in Syrien zu einem Stillstand gekommen sei. Über die Gründung neuer Parteien werde diskutiert. Dies sei aber kein vorrangiges Thema. Die Entwicklung der Wirtschaft habe Priorität.

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