Präsident Chatami wirbt bei erster Sitzung um Zustimmung der Abgeordneten
Reformwilliges Parlament in Teheran will Land verändern

In Irans Hauptstadt Teheran ist am Samstag erstmals das neu gewählte und von Anhängern des reformorientierten Präsidenten Mohammad Chatami beherrschte Parlament zusammengetreten.

Reuters TEHERAN. Chatami sagte in seiner Eröffnungsansprache, er hoffe auf die Mithilfe der Abgeordneten bei der Umsetzung seines Reformprogrammes. Die konservativen Islamisten im Iran setzen Chatamis Reformplänen heftigen Widerstand entgegen. Der oberste geistliche Würdenträger Irans, Ajatollah Ali Chamenei, rief das Parlament auf, die wirtschaftlichen Probleme des Landes anzugehen. Er fürchte aber, die Schwierigkeiten Irans - Inflation, Arbeitslosigkeit und eine schwache Währung - würden zu Gunsten politischer Einzelinteressen vernachlässigt.



Chatami tritt mit seinem liberalen Reformkurs für die Demokratisierung des islamischen Religionsstaates ein. Zahlreiche Freunde und Anhänger Chatamis waren von der konservativen iranischen Justiz verurteilt und zu Gefängnisstrafen verurteilt worden. Andere wurden von islamischen Extremisten verprügelt oder ermordet. Im April waren nahezu alle reformorientierten Magazine und Zeitungen verboten worden. Die 290 Parlamentsabgeordneten waren im März und April gewählt worden.

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