Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft
Snower: Obama und McCain wenig konkret

Die Folgen der US-Wahl für die europäische Wirtschaft sind aus Sicht von Ökonomen wie dem Präsidenten des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, Dennis Snower, kaum vorhersehbar. Weder Obama noch McCain hätten bislang viel Einblicke gegeben, was sie konkret ändern wollen, sagte Snower im Gespräch mit dem Handelsblatt.

DÜSSELDORF. "Vor allem Obama setzt bislang darauf, ein Gemeinschaftsgefühl der Amerikaner zu erzeugen, ohne allerdings zu sagen, wohin es das Land tragen soll. Das ist frappant", sagte Snower.

In den USA sei die Angst vor der Globalsierung groß und die Rufe nach Protektionismus, vor allem in der Landwirtschaft, laut, sagte Snower. "Dagegen hat weder Obama noch McCain, der oft unpopuläre Wege geht, Widerstand geleistet. Ich fürchte, dass das nach der Wahl so bleibt - egal, wer gewinnt."

Einen Vorteil aber schreibt der Ökonom mit amerikanischer Staatsbürgerschaft dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten zu: "Für McCain spricht, dass er mehr Erfahrung in der Außenpolitik hat - das ist für längerfristige Weichenstellungen in der Weltwirtschaft ein Vorteil", so Snower.

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