Präsident gilt als Freund Mugabes
Namibias Präsident droht weißen Farmern mit Enteignung

Wie in Simbabwe müssen nun auch weiße Farmer in Namibia um ihre Höfe bangen.

dpa WINDHUK. Der namibische Präsident Sam Nujoma drohte ihnen mit Enteignung, falls sie bei einer geplanten Landreform nicht mit der Regierung kooperierten. Auf dem Parteitag seiner regierenden Südwestafrikanischen Volk-Organisation (Swapo) am Wochenende hatte er die "arroganten weißen Farmer" beschuldigt, die Entschädigungshöhe der für die Reform vorgemerkten Höfe bewusst hochzutreiben. Nujoma gilt als Freund des autokratisch regierenden simbabwischen Präsidenten Robert Mugabe.

Nach Angaben der Zeitung "Namibian" sind bereits 192 Farmen zur Übernahme vorgesehen, weil die weißen Besitzer das dazu gehörende Land angeblich nicht nutzen. "Die landlose Mehrheit unserer Bevölkerung wird von Tag zu Tag ungeduldiger", warnte Nujoma. Im Nachbarland Simbabwe hat die Regierung mittlerweile die meisten der weißen Farmern gehörenden Höfe zum Teil gewaltsam enteignet.

Unterdessen hat Nujoma am Dienstag nach Angaben des nationalen Rundfunks seine Regierung umgebildet. Unter anderem wird sich der bisherige Ministerpräsident Hage Gottfried Geingob von Mittwoch an als Minister der Regionalverwaltung um Hausbau und lokale Angelegenheiten kümmern. Nachfolger als Regierungschef wird der seit der Unabhängigkeit des Landes im Jahre 1990 als Außenminister amtierende Theo-Ben Gurirab. Auch die Ministerien für Sicherheit, Bergbau und Industrie wurden neu besetzt.

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