Präsident kündigt Konsultationen wegen Kriegszustand an
Erneuter Angriff albanischer Rebellen in Mazedonien

Ungeachtet ihrer blutigen Auseinandersetzungen im Norden Mazedoniens haben albanischen Rebellen am späten Sonntagnachmittag im Norden des Landes eine zweite Front eröffnet.

afp SKOPJE. Nach Angaben eines Sprechers des Innenministeriums griffen sie in der Region von Tetovo in zwei Dörfern Kontrollpunkte der Sicherheitskräfte an. Über Opfer wurde zunächst nichts bekannt. Journalisten vor Ort berichteten, die Schüsse kämen aus mehreren Dörfern der Region und seien bis Tetovo zu hören. Die Region war im März Schauplatz der ersten Kämpfe zwischen der mazedonischen Armee und Rebellen der selbsternannten "Nationalen Befreiungsarmee" (UCK).

Wegen der neuerlichen Auseinandersetzungen rund um den Ort Kumanovo erwägt die Regierung nun die Verhängung des Kriegszustands. Präsident Boris Trajkovski kündigte an, er werde sich vor einer Entscheidung mit den Parteien, den zuständigen Ministern sowie dem Generalstabschef der Armee beraten. Nach Angaben von Ministerpräsident Ljubco Georgievski könnte das Parlament möglicherweise bereits am Dienstag bei seiner nächsten Sitzung den Kriegszustand ausrufen. Die EU-Außenminister warnten Skopje vor einem derartigen Schritt. Die schwedische Ratsvorsitzende Anna Lindh forderte die mazedonische Regierung zu Zurückhaltung auf. Es müsse alles getan werden, um zivile Opfer zu vermeiden, sagte sie. In seiner Erklärung unterstrich Trajkovskin, im Interesse der Einheit Mazedoniens, seiner Souveränität und seiner Bürger müsse auch die Verhängung des Kriegszustands erwogen werden.

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