Präsident verzichtet auf neue Amtszeit
Sambia löst Regierung auf

dpa JOHANNESBURG/LUSAKA. Im afrikanischen Staat Sambia hat Präsident Frederick Chiluba unter dem Druck wachsender Kritik seine Regierung aufgelöst und offiziell auf eine angestrebte dritte Amtszeit verzichtet. Bei einem anschließenden Triumphmarsch der Bevölkerung in der Hauptstadt Lusaka kam bei Zusammenstößen mit der Polizei ein Mensch ums Leben, mehrere andere wurden nach Medienberichten vom Sonntag verletzt. Mit der Regierungsauflösung, die er in einer vom nationalen Fernsehen übertragenen Rede verkündete, kam Chiluba einem Amtsenthebungsverfahren seiner Gegner zuvor.

In einem wochenlangen Machtkampf hatte Chiluba gegen den erbitterten Widerstand aus den eigenen Reihen versucht, sich ein drittes Mal für das Präsidentenamt aufstellen zu lassen. Obwohl die Verfassung für den Präsidenten nur zwei fünfjährige Mandate vorsieht, hatte seine Partei ihn für eine dritte Amtszeit nominiert. Die Gegner dieser Nominierung waren zuvor eingeschüchtert worden und hatten die Parteiveranstaltung boykottiert. Chilubas Rückzug wurde am Sonntag von zahlreichen Medien als Sieg des Volkes gewürdigt.

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