Präsidentschaftskandidatur
Clinton unterstützt Obama

Jetzt hat Hillary Clinton offiziell ihre Niederlage im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten eingeräumt. Nun stellt sie sich hinter ihren bisherigen Konkurrenten Barack Obama und sagt ihm ihre Unterstützung zu.

HB WASHINGTON. „Heute beende ich meine Kampagne und gratuliere ihm“, sagte Clinton vor rund 2 000 Anhängern in Washington. „Ich spreche mich für ihn aus und gebe ihm meine volle Unterstützung“, sagte die New Yorker Senatorin an der Seite ihres Mannes Bill Clinton und von Tochter Chelsea. Zu ihrer politischen Zukunft äußerte sich Clinton nicht.

Offiziell wird Obama auf dem Parteitag im August zum Präsidentschaftskandidaten der Demokraten gekürt. Bei der Wahl im November tritt er gegen den Republikaner John McCain an. Obama ist der erste schwarze Präsidentschaftskandidat in der Geschichte der USA. Offen ist nach wie vor die Frage, wen er als Kandidaten für die Vizepräsidentschaft nominieren wird. Ein persönliches Treffen der früheren First Lady und des schwarzen Senators hatte zuletzt Spekulationen genährt, Clinton könnte sich um diesen Posten bemühen. Obama hat diesbezüglich bislang eine klare Aussage vermieden.

Ihren landesweiten Unterstützern hatte Clinton schon zuvor ihre Entscheidung mitgeteilt: „Am Samstag werde ich Senator Obama meine Glückwünsche aussprechen und meine Unterstützung für seine Kandidatur verkünden“, schrieb Clinton in einer E-Mail. „Dies war ein langer und hart umkämpfter Wahlkampf, aber wie ich immer gesagt habe, sind meine Differenzen mit Senator Obama klein im Vergleich mit Senator McCain und den Republikanern.“ Clinton und Obama hatten sich über 16 Monate hinweg einen harten Vorwahlkampf geliefert, der ihre Partei zu spalten drohte. Unter den Demokraten ist allerdings umstritten, ob das Team Obama-Clinton die Chancen gegen den Republikaner John McCain verbessern oder eher verschlechtern würde.

Clinton forderte ihre Anhänger mit eindringlichen Worten dazu auf, nun Obama zu unterstützen. "Wir müssen unseren Kampf jetzt fortsetzen und unsere Ziele erreichen, indem wir unsere Energie, unsere Leidenschaften, unsere Stärken nehmen und alles uns Mögliche tun, um dafür zu sorgen, dass Barack Obama zum nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wird", sagte Clinton vor Tausenden Anhängern in Washington.

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