Präsidentschaftswahl
Zahlreiche Festnahmen in Serbien, Großkundgebung in Belgrad

dpa BELGRAD. Die Polizei in Serbien hat am Mittwochabend und Donnerstag zahlreiche regimekritische Aktivisten festgenommen. Das meldete die Nachrichtenagentur Beta. Die Festnahmen seien unter anderem in den Städten Novi Sad, Jagodina, Pozarevac und Vranje erfolgt. Auch soll einer der Streikführer in der Kohlegrube Kolubara bei Belgrad festgenommmen worden sein. Die Zahl der Verhafteten, von denen manche in Eilverfahren zu 30-tägigen Haftstrafen verurteilt wurden, betrage einige Dutzend, meldete Beta weiter.

Unterdessen bereitete sich die Opposition auf eine Großkundgebung in Belgrad vor. Die Demonstration wurde wegen der Nichtanerkennung des oppositionellen Wahlsieges bei den Präsidentschaftswahlen vom 24. September ausgerufen. Außerdem wurde die Veröffentlichung des vollständigen Textes des Verfassungsgerichts erwartet, das am Vorabend Teile des ersten Wahlgangs annulliert hatte.

Am Morgen bewegten sich lange Autokolonnen aus ganz Serbien in Richtung Belgrad. Vielerorts stellte die Polizei Straßensperren auf, Fahrzeuge wurden teilweise kontrolliert, meldete die Agentur. Allein aus dem Ort Uzice seien mehr als 700 Autos und 24 Busse aufgebrochen. An der Spitze fahre ein Bagger, der alle Hindernisse wegräume. Aus Cacak machten sich 40 Busse und 200 Autos auf den Weg.

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