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Prag schließt Steuererhöhung für Flutschäden nicht aus

Die tschechische Regierung erwägt nach einem Pressebericht Steuererhöhungen zur Finanzierung der verheerenden Flutschäden. Nach Informationen der Prager Zeitung "Pravo" (Freitag) existieren innerhalb des sozialliberalen Kabinetts bereits Pläne zur Anhebung der Steuer für Tabak und Treibstoff.

dpa/HB PRAG. Dies würde dem Staat Mehreinnahmen von umgerechnet mindestens 130 Millionen Euro garantieren, berichtete das Blatt. In Tschechien werden die Hochwasserschäden landesweit auf 3,3 Milliarden Euro geschätzt.

Die in Prag geborene Ex-US-Außenministerin Madeleine Albright stellte Tschechien am Freitag umfangreiche Hilfe aus den USA in Aussicht. Sie habe bereits mit Außenminister Colin Powell ermutigende Gespräche geführt, sagte Albright im tschechischen Rundfunk.

Im Chemiewerk "Spolana" in Neratovice an der Elbe beendete eine Feuerwehr-Sondereinheit den Transport von giftigem Chlor in ein neues Lager. Das alte Depot drohte während der schweren Überschwemmungen in der vergangenen Woche ausgespült zu werden. Mehrere Ortschaften in der Umgebung von Neratovice begannen mit einer Unterschriftensammlung gegen die Öffentlichkeitsarbeit des Unternehmens.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace warf der tschechischen Treuhandanstalt (FNM) vor, bewusst Informationen über das bei "Spolana" lagernde Dioxin und Quecksilber zu verschweigen. Die Organisation habe gegen das Werk Anzeige wegen des Verdachts auf Gefährdung der Öffentlichkeit erstattet, sagte ein Sprecher.

Im nordböhmischen Grenzgebiet zu Sachsen wurde am Freitag die niedrigste Stufe der Hochwasserwarnung abberufen. In Usti nad Labem (Aussig) betrug der Pegelstand der Elbe etwa 4,25 Meter, rund sieben Meter weniger als am vergangenen Freitag. Landesweit waren am Freitag immer noch tausende Tschechen in Notunterkünften untergebracht.

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