Preis niedriger als erwartet
Enel erwirbt Infostrada für 7,25 Milliarden Euro

Nach einem vierstündigen Board-Treffen des Stromkonzerns teilte Enel ferner mit, es werde außerdem die rund 1,3 Milliarden Euro Schulden der Infostrada übernehmen.

Reuters MAILAND. Europas größtes Stromunternehmen Enel wird nach eigenen Angaben für die italienische Telekom-Tochter Infostrada der britischen Vodafone 7,25 Milliarden Euro in bar zahlen. Nach einem vierstündigen Board-Treffen des Stromkonzerns teilte Enel ferner mit, es werde außerdem die rund 1,3 Milliarden Euro Schulden der Infostrada übernehmen. Die gesamte Transaktion solle am 29. März abgeschlossen sein. Der britische Mobilfunkkonzern habe dem bereits zugestimmt.

Der genannte Preis für das Telekom-Unternehmen liegt damit rund 34 Prozent unter den im vergangenen Jahr verhandelten elf Milliarden Euro. Die italienische Aufsichtsbehörde hatte Ende Februar angeordnet, Enel müsse im Fall einer Übernahme der italienischen Telekom-Gruppe 5500 Megawatt seiner Stromkapazität veräußern. Danach war vermutet worden, Enel werde die Auflagen der Behörde als Argument verwenden, den Übernahmepreis noch einmal zu senken.

Früheren Angaben zufolge plant Enel Infostrada mit dem Mobilfunkunternehmen Wind zu verschmelzen, einem Gemeinnschaftsunternehmen mit der France Telecom. Danach ist ein Börsengang vorgesehen. Mit der Integration von Infostrada und Wind würde nach der Telecom Italia das zweitgrößte Telekom-Unternehmen in Italien entstehen mit rund 5,4 Millionen Mobilfunkkunden und etwa 6,2 Millionen Kunden im Festnetzgeschäft. Der Börsengang des neugruppierten Unternehmens ist nach Enel-Angaben noch vor dem Jahresende 2001 geplant.

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