Preis soll bei 1 110 Euro liegen
Sony Ericsson verpasst Weihnachtsgeschäft

Der mit Verlust arbeitende schwedisch-japanische Mobiltelefonhersteller Sony Ericsson verschiebt die Einführung seiner mit Digitalkameras ausgestatten Handys in den Massenmarkt ein weiteres Mal. Damit wird das Unternehmen den größten Teil des Weihnachtsgeschäfts verpassen und damit vermutlich weitere Marktanteile an seine Konkurrenten verlieren.

Reuters STOCKHOLM. Die im Oktober 2001 gegründete Sony Ericsson teilte am Mittwoch in Stockholm mit, das Modell P800, das ursprünglich bereits im dritten Quartal angeboten werden sollte, werde im Dezember zunächst nur in Schweden, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und in Griechenland angeboten, weil das Unternehmen dort über Service-Zentren verfüge.

Weltweit werde das neue Mobiltelefon zusammen mit dem kostengünstigeren Modell T100 im Januar und Februar in den Handel kommen. Ericsson-Aktien verloren am Mittwoch gegen den Stockholmer Markttrend rund 2,4 Prozent auf 8,05 Kronen.

Das P800 ist eine Kombination aus Handy und Digitalkamera mit Farbbildschirm. Damit sollen sich wie bislang Kurzmitteilungen (SMS) zusätzlich auch Farbbilder verschicken lassen. Der Preis werde umgerechnet bei rund 880 bis 1 110 Euro liegen, teilte Sony Ericsson mit. "Das wird kein Massen-Telefon. Es ist klar auf eine Zielgruppe ausgerichtet und ist teuer", sagte der Sony Ericssson-Marketing-Manager für die nordische Region, Per Alksten.

Das P800 wird am Markt unter anderem mit dem Nokia-Modell 7650 konkurrieren. Sony Ericsson hat gegenüber seinen Wettbewerbern Nokia, Motorola, Samsung und Siemens stetig an Marktanteilen verloren, weil das Unternehmen nicht in der Lage war, seine Mobiltelefone in größeren Mengen rechtzeitig in den Handel zu bringen. Derzeit beläuft sich der Marktanteil der schwedisch-japanischen Firma auf rund 5 Prozent. Um rentabel arbeiten zu können, ist nach Unternehmensangaben ein Anteil am Weltmarkt von sieben bis zehn Prozent erforderlich.

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