Preis soll bei diesem Volumen gleich bleiben
Frankreich: A400 M-Bestellung wird auf 180 Stück gesenkt

Vom europäischen Militärflugzeug Airbus A400M werden nach französischen Angaben insgesamt 180 Maschinen bestellt, so dass die deutsche Bestellung von 73 auf 60 Maschinen sinken könnte.

Reuters PARIS. Die französische Verteidigungsministerin Michele Alliot-Marie sagte am Donnerstagabend im Parlament vor der Nationalversammlung laut Redetext, nach einer deutschen Zusage werde das Programm mit einer Bestellung von 180 Einheiten weitergeführt. Ursprünglich wollten die acht beteiligten Staaten beim Hersteller EADS insgesamt 196 Maschinen bestellen, Deutschland alleine 73. Nachdem die Bestellung von drei Maschinen für Portugal in Frage steht und die Zahl damit auf 193 sinkt, könnte Deutschland sein Volumen um 13 Stück auf dann nur noch 60 Maschinen senken, ohne dass die Grenze von 180 Maschinen unterschritten würde.

Alliot-Marie machte keine Angaben über die Aufteilung der 180 Maschinen unter den Projektpartnern. Ein Sprecher ihres Ministeriums sagte, er habe keine solche Aufstellung. Medienberichten zufolge gibt es eine Zusage an die Hersteller des Flugzeugs, dass mindestens 180 Maschinen bestellt werden, da bei einer niedrigeren Zahl die Kosten nicht gedeckt würden.

Ministerium: Deutsches Ordervolumen noch offen

Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums sagte dazu, das Volumen der deutschen Bestellung sei noch nicht entschieden. Minister Peter Struck (SPD) hatte jedoch wegen seines knappen Etats bestätigt, dass über eine Senkung der Stückzahl gesprochen werde. Streit über die Finanzierung des deutschen Anteils hat den Abschluss des Projekts schon mehrfach verzögert. Das Verteidigungsministerium überprüft derzeit auch alle anderen großen Rüstungsvorhaben. Das Ergebnis soll in der kommenden Woche vorliegen. Auf dieses Verfahren hatten sich SPD und Grüne in ihren Koalitionsverhandlungen geeinigt.

Unklar ist, ob auf Deutschland bei einer Bestellung von weniger als den ursprünglich vereinbarten 73 Maschinen zusätzliche Zahlungsverpflichtungen zum Ausgleich von Preissteigerungen zukommen. Nach Angaben der EADS muss der Preisanstieg durch eine gesenkte Bestellung ausgeglichen werden. Struck rechnet aber nach eigenen Angaben nicht mit zusätzlichen Zahlungen. Er geht offenbar davon aus, dass durch den bis Weihnachten erwarteten Ausstieg Portugals aus dem ausgehandelten, aber noch nicht in Kraft gesetzten Vertrag die entsprechenden Regelungen hinfällig sind und neu verhandelt werden müssen.

An dem Projekt sind neben Deutschland und Frankreich auch Großbritannien, Belgien, Luxemburg, Italien, die Türkei sowie derzeit noch Portugal beteiligt. Die Kosten für die bislang geplanten 73 Maschinen für Deutschland wurden mit rund neun Mrd. Euro beziffert, deren größter Teil erst mit der ab dem Jahr 2009 geplanten Auslieferung der Maschinen anfallen soll.

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