Preis von 15,3 Milliarden Euro geboten
Iberdrola gibt Gas Natural einen Korb

Spaniens zweitgrößter Stromerzeuger Iberdrola hat das Übernahmeangebot des Energiekonzerns Gas Natural abgelehnt. Die Offerte liege weit unterhalb des wirklichen Werts von Iberdrola, erklärte der Verwaltungsrat am Dienstag in Madrid mit.

HB/dpa MADRID. Gas Natural, der größte Erdgasanbieter in Spanien und Lateinamerika, hatte am Montag für 100 Prozent der Iberdrola-Anteile einen Preis von 15,3 Mrd. Euro geboten, 19,5 Prozent mehr als den Wert der letzten Börsennotierung.

Bei einem Zusammenschluss beider Unternehmen entstünde nach spanischen Angaben der drittgrößte Energiekonzern in Europa, hinter der italienischen ENEL und der deutschen Eon. Gas Natural knüpfte sein Angebot an die Bedingung, dass er wenigstens 75 Prozent der Iberdrola-Anteile unter Kontrolle bringt.

Dies dürfte nach Angaben von Experten nach der ablehnenden Position des Verwaltungsrats nur schwer gelingen. Zwei Großaktionäre von Iberdrola kündigten zudem bereits an, dass sie die Offerte nicht annehmen werden. Dies waren die Großbank BBVA (Banco Bilbao Vizcaya Argentaria), die knapp zehn Prozent der Iberdrola-Anteile kontrolliert, und die Sparkassenkette BBK mit 7,5 Prozent der Anteile.

Der Iberdrola-Verwaltungsrat begründete seine Ablehnung auch damit, dass das "feindliche" Übernahmeangebot bei Gas Natural selbst umstritten war. Der Mineralölkonzern Repsol, mit 24 Prozent der Anteile der zweitgrößte Aktionär bei Gas Natural, war gegen die Unterbreitung der Offerte gewesen.

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