Preis war zu hoch
RTL steigt nicht bei n-tv ein

Der Einstieg von RTL beim Nachrichtensender n-tv ist geplatzt. Die Sprecherin des zum Bertelsmann-Konzerns gehörenden Kölner Senders, Ingrid Haas, bestätigte am Donnerstag, dass die mehrmonatigen Verhandlungen am Preis gescheitert seien. Zahlen wollte sie nicht nennen.

dpa HAMBURG. RTL wollte von AOL Time Warner, das 49 % an n-tv besitzt, 24,27 % erwerben. Nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung" vom Donnerstag verlangte der US-Medienkonzern dafür 150 Mill. DM (77 Mill. Euro). An n-tv ist auch die zum Holtzbrinck-Konzern gehörende Verlagsgruppe Handelsblatt mit rund 28 % beteiligt.

Die RTL Group hatte erst vergangene Woche zur Bedingung für den Einstieg gemacht, dass RTL schrittweise auch die Mehrheit an n-tv erwerben könne. Wie die SZ weiter berichtete, habe sich jedoch Holtzbrinck dagegen gesperrt. Ein Sprecher der Verlagsgruppe Handelsblatt sagte am Donnerstag, dass eine RTL-Mehrheitsübernahme nie Gegenstand der Gespräche gewesen sei.

RTL-Sprecherin Hass bedauerte das Scheitern der Verhandlungen, da n-tv "strategisch" gut in das Portfolio des Senders gepasst hätte. Man werde jetzt über weitere Schritte nachdenken. Sie dementierte jedoch Berichte, dass RTL mit dem US-Wirtschaftssender CNBC oder Euronews in Verhandlungen stehe. Nach Angaben der SZ war vorgesehen, dass RTL für das das n-tv-Programm Unterhaltungs-Formate zuliefern sollte. Im Gegenzug sollte n-tv unter anderem Wirtschaftsnachrichten an RTL liefern.

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