Preis zum zweiten Mal vergeben
Müller zeichnet Gewinner des Deutschen Internetpreises aus

ddp HANNOVER. Bundeswirtschaftsminister Werner Müller hat am Dienstag auf der Cebit die drei Gewinner des Deutschen Internetpreises ausgezeichnet. Für besondere Entwicklungsleistungen im Bereich "E-Logistikprozesse im Mittelstand" erhielten Rudolph Warehousing und Logistik aus dem hessischen Braunatal, Alternate Computerversand aus dem hessischen Linden und IVU Traffic Technologies aus Berlin jeweils 100 000 DM, teilte das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin mit. Insgesamt hätten sich 125 Firmen an der Ausschreibung beteiligt.



Der Deutsche Internet-Preis wurde im vergangenen Jahr zum ersten Mal vergeben. Mit dem Wettbewerb will das Bundeswirtschaftministerium nach eigenen Angaben herausragende Internet-Entwicklungen kleiner und mittlerer Unternehmen auszeichnen. Die Preisgelder werden von großen Unternehmen der IT-Branche gesponsert.



Müller sieht anhaltende Dynamik in der Internet-Wirtschaft



Bundeswirtschaftsminister Werner Müller sieht die deutsche Internet-Wirtschaft in einer anhaltend dynamischen Entwicklung. Die Steigerungsrate von 59 Prozent bei der Nutzung von Internet-Diensten im vergangenen Jahr zeige, dass die elektronische Abwicklung von Geschäften über das Netz keine Modeerscheinung sei, sagte er bei der Verleihung des Internetpreises.



Die Zahl der Menschen mit Online-Zugang habe sich im vergangenen Jahr verdoppelt, die Zahl der Beschäftigten in der Informationstechnik (IT) sei um vier Prozent auf 800 000 Menschen gestiegen und auch der Anteil von IT und Telekommunikation am Bruttoinlandsprodukt habe sich um 0,4 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent erhöht.



Gleichzeitig betonte Müller die Notwendigkeit einer Konsolidierung in der Internet-Wirtschaft. Es habe sich gezeigt, dass bloße Präsenz im Internet "keine ausreichende Grundlage für dauerhaften wirtschaftlichen Erfolg" bilde. Klassische Wertbegriffe wie Markenbewusstsein, Kundenorientierung und die Qualität des Angebots seien von Internet-Unternehmen oft vernachlässigt worden, hätten jedoch ihren Stellenwert behalten. Der Niedergang von Startup-Firmen sei auch auf unzureichende Geschäftpläne zurückzuführen. Nach der Ernüchterung an der Börse gehe es nun darum, die "Vorteile des Internets mit den Stärken klassischer Unternehmen zu verbinden".

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