Preisabsprachen
Sotheby's soll 20 Millionen Euro Strafe zahlen

Die EU-Kommission hat gegen das Auktionshaus Sotheby's wegen illegaler Preisabsprachen eine Geldbuße von 20,4 Millionen Euro verhängt, den angeblichen Kartellpartner Christie's wegen dessen Selbstanzeige aber straflos ausgehen lassen.

Reuters BRÜSSEL. Die beiden traditionsreichen und weltweit führenden Auktionshäuser hätten von 1993 bis 2000 illegal Provisionen und andere Gebühren verabredet, erklärte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel. Damit hätten die Unternehmen den heftigen Wettbewerb eindämmen wollen, in dem sie Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre gestanden hätten.

"Dieser Fall ist ein neues Beispiel dafür, dass Kartelle in allen Wirtschaftszweigen bis hin zu exquisiten Dienstleistungsmärkten wie hier entstehen können", sagte Wettbewerbskommissar Mario Monti.

Christie's ging straffrei aus, weil es Anfang 2000 von sich aus das US-Justizministerium und die EU-Kommission über die Absprachen informiert hatte. Der frühere Sotheby's-Chef Alfred Taubman war in den USA wegen der Preisabsprachen zu einer einjährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden.

Nach Bekanntwerden der Absprachen hatten beide Unternehmen als Entschädigung bereits insgesamt 512 Millionen Dollar an Kunden gezahlt. Sotheby's erklärte, die von der Kommission verhängte Strafe sei geringer, als es theoretisch möglich gewesen wäre. "Wir sind sehr froh, die Untersuchung hinter uns zu haben", erklärte Sotheby's-Präsident Bill Ruprecht.

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