Preisanstieg im Stahlbereich stimmt Vorstand optimistisch: Salzgitter koppelt sich vom Branchentrend ab

Preisanstieg im Stahlbereich stimmt Vorstand optimistisch
Salzgitter koppelt sich vom Branchentrend ab

Der Stahl- und Röhrenkonzern Salzgitter hält trotz der weltweit schwierigen Konjunkturlage an seinen Wachstumszielen fest. Vorstandschef Wolfgang Leese kündigte am Dienstag an, den Umsatz in wenigen Jahren verdoppeln zu wollen.

Reuters SALZGITTER. Salzgitter will sein Angebot weiter differenzieren und ausbauen sowie seine Profitabilität verbessern und sich damit von den internationalen Stahlgiganten abheben, kündigte Vorstandschef Wolfgang Leese am Dienstag in Salzgitter an. Binnen weniger Jahre wolle Salzgitter den Umsatz von derzeit 4,7 Mrd. Euro auf 8 bis 10 Mrd. Euro verdoppeln. Mit Hilfe des bereits gestarteten Sparprogramms, das den Abbau von 1 500 Stellen vorsieht, solle das Ergebnis vor Steuern (Ebt) bis 2006 um 170 Mill. Euro zulegen von 72,5 Mill. Euro im Jahr 2002

. 2003 wird noch schwierig

Trotz einer verbesserten Stahlkonjunktur und steigenden Stahlpreisen werde das laufende Geschäftsjahr voraussichtlich nochmals schwierig werden, sagte Leese. Der Umsatz werde voraussichtlich wiederum nur leicht auf bis zu 5 Mrd. Euro steigen, das Vorsteuerergebnis sei "im mittleren zweistelligen Millionen Euro-Bereich" zu erwarten. Im ersten Quartal hätten sowohl die im vorigen Jahr noch verlustreiche Stahlsparte als auch das Röhrengeschäft ein positives Ergebnis erzielt, sagte Finanzvorstand Heinz Jörg Fuhrmann.

"Unser Unternehmen kann sich nicht von der aktuellen Situation abkoppeln. Eine Trendwende ist derzeit nicht erkennbar", sagte Leese. Im vergangenen Jahr war der Reingewinn auf Grund der roten Zahlen in der Stahlsparte um mehr als die Hälfte auf 66 Mill. Euro gesunken. Daher will der Vorstand die Dividende für 2002 auf 0,32 Euro je Aktie nach 0,42 Euro im Jahr zuvor verringern.

Für 2003 stimmt nach den Worten Leeses vor allem der Preisanstieg im Stahlbereich optimistisch. Der besseren Stahlkonjunktur werde jedoch ein schwierigeres Röhrengeschäft der Tochter Mannesmannröhren-Werke gegenüberstehen, die im vorigen Jahr maßgeblich zum nach Ansicht des Vorstandes insgesamt noch zufrieden stellenden Ergebnis beitrug.

Bei der Röhrentochter wird Personal abgebaut

Vom Personalabbau ist nach den Worten von Arbeitsdirektor Günter Geisler zurzeit vor allem der Röhrenbereich mit 100 zusätzlich zu den geplanten Sparmaßnahmen gestrichenen Stellen betroffen. Allerdings sei das Ziel, den gesamten Stellenabbau über Fluktuation abzuwickeln. Der Kurs der im M-Dax notierten Salzgitter-Aktie lag am Dienstagmittag mit 0,7 Prozent im Minus bei 7,30 Euro. Salzgitter gehört zu 25,5 Prozent dem Land Niedersachsen. Gut 52 Prozent der Aktien sind an der Börse platziert.

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