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Preisauftrieb bleibt in Deutschland im September überraschend moderat

Der Preisauftrieb in Deutschland hat sich im September überraschend deutlich abgeschwächt. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, ging die Jahresteuerungsrate von 2,0 Prozent im Vormonat auf 1,8 Prozent zurück. Im Vergleich zum Vormonat sanken die Verbraucherpreise um 0,3 Prozent.

dpa-afx WIESBADEN. Der Preisauftrieb in Deutschland hat sich im September überraschend deutlich abgeschwächt. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, ging die Jahresteuerungsrate von 2,0 Prozent im Vormonat auf 1,8 Prozent zurück. Im Vergleich zum Vormonat sanken die Verbraucherpreise um 0,3 Prozent.

Nach dieser Entwicklung erwarten Volkswirte auch in den kommenden Monaten eine moderate Preisentwicklung. Die graduelle Konjunkturerholung und die bisher moderate Lohnentwicklung deuten nach Einschätzung der Commerzbank auf einen zunächst geringen Preisdruck hin. Die Entwicklung werde auch in den kommenden Monaten maßgeblich von staatlichen Maßnahmen (Gesundheit und Tabak) sowie den höheren Energiepreisen beeinflusst werden.

Preistreiber Tabak und Gesundheit

Von AFX News befragte Volkswirte hatten im Durchschnitt im September im Vergleich zum Vormonat nur einen leichten Preisrückgang von 0,1 Prozent erwartet. Im Jahresvergleich waren die Experten von einer Jahresteuerungsrate von 2,0 Prozent ausgegangen.

Preistreiber waren im September den Experten zufolge neben den Tabak- und Gesundheitskosten auch die höheren Energiepreise. Der Commerzbank zufolge ist die politische Diskussion um weitere Tabaksteuererhöhungen und neue Reformschritte im Gesundheitssystem noch nicht abgeschlossen. Bei den Ölpreisen rechnet das Bankhaus hingegen in den kommenden Monaten mit einem Rückgang.

Jpmorgan Senkt Prognose FÜR Eurozone

Der für europäische Zwecke berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex (Hvpi) lag im September in Deutschland bei 2,0 Prozent nach 2,1 Prozent im August. Im Vergleich zum Vormonat ging der Index um 0,3 Prozent zurück.

Angesichts dieser Entwicklung hat JP Morgan die Prognose für die Inflation in der Eurozone von 2,2 auf 2,1 Prozent gesenkt. Im August hatte die Teuerung noch 2,3 Prozent betragen. Die Zahlen für die Eurozone werden am Donnerstag veröffentlicht.

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