Preisauftrieb
ZDF muss im Bereich TV-Film sparen

Der Preisauftrieb im Filmgewerbe wird auch beim ZDF Konsequenzen haben.

dpa HAMBURG. Die gestiegenen Ausgaben für TV-Teams, Drehbücher oder Schauspieler führten "heute schnell mal dazu, dass vier Filme den fünften auffressen", sagte ZDF-Fernsehspielchef Hans Janke am Mittwochabend in Hamburg. "Unsere Kasse ist bekanntlich nicht beliebig nachzufüllen und die Refinanzierung nicht unsere Sache." Jährlich gebe das ZDF 230 Mill. DM für Fiction-Ware aus - der Betrag bleibe auch im nächsten Jahr derselbe - ohne Inflationsaufschlag.

Trotz der unmittelbaren Konkurrenz von Günther Jauchs RTL-Quiz "Wer wird Millionär?" wird das ZDF seinen Montagabend-Film laut Janke "weiter pflegen und weiter entwickeln". Dabei komme es auf eine große Vielfalt an. Für die Herbstsaison kündigte Janke zum Start am 8. September den Film "Vier Meerjungfrauen" an, für den Hannelore Hoger und ihre Tochter Nina erstmals seit längerer Zeit wieder gemeinsam vor der Kamera gestanden haben. Höhepunkte seien Dieter Wedels "Affäre Semmeling" zur Jahreswende, der Mehrteiler "Blonde Fracht" und "Liebesau - die andere Heimat", Peter Steinbachs vierteilige DDR- Dorfgeschichte.

Janke unterstrich außerdem die Gemeinsamkeiten von Kino und Fernsehen. "Die Angelegenheit Kino ist auch unsere", sagte der Fernsehspielchef, der gleichzeitig stellvertretender Programmdirektor ist. "Sie ist ja durch und durch verbunden mit der Programmentwicklung im ganzen, man studiere nur die Filmographien, die im Kleinen Fernsehspiel des ZDF ihren Ausgang genommen haben." Janke verwahrte sich gegen jüngst erhobene Vorwürfe, das TV verunstalte das Kino und unterstütze den Kino zu wenig. "Das kommt ärgerlicherweise aus dem Munde derer, die es besser wissen müssten."

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