Preise liegen über dem Vorjahresschnitt
Benzinpreisniveau steigt zum Ferienbeginn

Zum Beginn der Ferienreisezeit am kommenden Wochenende steigen die Benzinpreise. Die Shell/Dea-Gruppe erhöhte die Preise am Dienstag für Benzin und Diesel um drei Cent je Liter. Die anderen Mineralölkonzerne ziehen in der Regel kurzfristig nach.

HB/dpa HAMBURG. Damit kostet Normalbenzin im bundesweiten Durchschnitt 1,07 bis 1,08 Euro je Liter, die meistgetankte Sorte Super 1,09 bis 1,10 Euro und Diesel 88 Cent je Liter.

Vor einem Jahr lagen die Preise vor der Feriensaison um rund fünf Cent je Liter niedriger. "Der Unterschied ist auch mit der Steuererhöhung zum Jahresbeginn zu erklären", sagte Karl-Heinz Schult-Bornemann von ExxonMobil. Die Öko-Steuer war zum Beginn des Jahres um 3,5 Cent je Liter angehoben worden. Einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen dem Ferienbeginn und der Preisrunde sehen die Konzerne nicht. Vielmehr richte sich der Benzinpreis nach den Einkaufspreisen am europäischen Großmarkt für Mineralölprodukte in Rotterdam.

Seit Beginn des Jahres hat es 30 Preiserhöhungen an den Tankstellen gegeben, das ist mehr als eine je Woche. Nach Ansicht der Branche spiegelt sich in dem schnellen Wechsel von steigenden und fallenden Preisen der intensive Wettbewerb auf dem deutschen Benzinmarkt wider. Mit dem Irak-Krieg hatten die Benzinpreise ein Spitzenniveau erreicht, das um acht bis zehn Cent je Liter über den gegenwärtigen Preisen lag. Danach hat vor allem der starke Euro für Entlastung bei den Autofahrern in Deutschland gesorgt.

Der Rohölpreis hat sich hingegen auf 26 bis 28 Dollar für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent eingependelt. Das ist im historischen Vergleich relativ hoch. Der Rückgang des Ölpreises ist nach dem Irak-Krieg geringer als erwartet ausgefallen. Die Nachfrage nach Benzin wird in Europa zusätzlich durch die USA angeheizt. Die amerikanischen Raffinerien können im Sommer den einheimischen Bedarf nicht decken, so dass die Tankstellenfirmen Benzin in Europa einkaufen.

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