Preiserhöhung durchsetzbar
Reifenhersteller Continental will zukaufen

Das Unternehmen will zum Systemanbieter im Autozuliefergeschäft avancieren. Mit "intelligenten Fahrsystemen" soll die Technologie-Führerschaft erobert werden.

Reuters HAMBURG. Der Reifenhersteller Continental will einem Zeitungsbericht zufolge durch Zukäufe zum Systemanbieter im Autozuliefergeschäft avancieren. Wie die "Welt am Sonntag" am Samstag vorab berichtete, will Continental-Chef Stephan Kessel im Sektor "intelligente Fahrsysteme" die Technologie-Führerschaft übernehmen. Dies sei der Markt der Zukunft, sagte Kessel der Zeitung. Im Bereich der Elektronik und der Sensortechnik sowie bei Stoßdämpfern wolle er möglichst bald sein Produktionsprogramm durch Unternehmensübernahmen abrunden, hieß es. Für eine Stellungnahme war bei Continental am Samstag zunächst niemand zu erreichen.

Auch das Geschäft mit ABS (Anti-Blockier-System) und ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) werde zunehmed wichtiger für Continental. Nach 400 000 ESP-Systemen 1999 würden in diesem Jahr 1,4 Mill. verkauft werden, so die Erwartung Kessels. "Das ist ein riesiger Wachstumsmarkt mit ordentlichen Renditen", wurde der Vorstandschef zitiert.

Beim Reifengeschäft profitiere Conti derzeit von der Rückrufaktion des Konkurrenten Firestone in den USA. In dem betroffenen Marktsegment sei die Nachfrage nach Conti-Produkten um 400 % gestiegen. Dagegen laste in Deutschland der harte Konkurrenzkampf schwer auf dem Geschäft. Nach Ansicht Kessels scheine Continental die in Deutschland erfolgte Preiserhöhung am Markt durchsetzen zu können, berichtet das Blatt.

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