Preiserhöhungen geplant
AEG Hausgeräte setzt auf Konsolidierung

dpa NÜRNBERG. Der Hausgerätehersteller AEG will im laufenden Geschäftsjahr den Umsatz um zwei bis drei Prozent steigern. "Wir möchten in Deutschland unseren Marktanteil halten und im Export zulegen", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Mauro Marcone, am Dienstag in Nürnberg. AEG ist nach der Bosch-Siemens-Hausgeräte GmbH (München) die Nummer zwei in Deutschland und hat im vergangenen Jahr bei Elektro-Großgeräten ihren Marktanteil auf zwölf Prozent ausgebaut.

Die AEG Hausgeräte GmbH werde voraussichtlich im Jahr 2000 ihren Umsatz auf 2,4 Mrd. DM (1,2 Mrd. Euro) steigern. 1999 war der Umsatz des Hausgeräte-Herstellers wegen des Einbruchs im Exportgeschäft um drei Prozent auf 1,9 Mrd. DM gesunken. Marcone erwartet eine Umsatzrendite von rund sechs Prozent wie im vergangenen Jahr. Zugleich kündigte der Vorsitzende Preiserhöhungen von durchschnittlich vier Prozent an, weil die Materialkosten erheblich gestiegen seien. Der heftige Preiskampf der Branche bereite dem Unternehmen weiterhin Probleme. "Wir leiden", sagte der AEG-Chef.

Um der zunehmenden Handelskonzentration zu begegnen, wurden rückwirkend zum 1. Januar 2000 drei Hausgerätegesellschaften verschmolzen: die AEG Hausgeräte GmbH, die Electrolux-Zanussi und die Electrolux-Juno Küchentechnik GmbH. Die neue AEG Hausgeräte GmbH wird insgesamt einen Umsatz von rund drei Mrd. DM erzielen.

Im ersten Halbjahr 2000 wuchs der AEG-Umsatz um sechs Prozent auf 1,19 Mrd. DM. Der Exportanteil legte um 14 % zu und soll in diesem Jahr mit 800 Mill. DM wieder das Niveau von 1998 erreichen. "Die Marke AEG hat nun auch im europäischen Ausland verlorenes Vertrauen zurückgewonnen", sagte Marcone.

AEG verringerte die Mitarbeiterzahl um 1 600 auf derzeit 5 200 Beschäftigte, davon rund 2 000 in Nürnberg. Daneben produziert der Konzern noch in Rothenburg/Tauber sowie in Kassel. Dieser Standort, an dem Kühlschränke gefertigt werden, sei nicht rentabel.

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