Preiskrieg soll verhindert werden
Lufthansa-Aktie verliert nach Streichung von Flügen

Die Deutsche Lufthansa will aus Kostengründen mehrere Interkontinental-Strecken einstellen. Zugleich sollen auf anderen Linien Flüge gestrichen oder kleinere Maschinen eingesetzt werden, wie das Unternehmen am Dienstag in Frankfurt am Main mitteilte.

ddp FRANKFURT/MAIN. Die von den USA ausgehende weltweite Konjunkturschwäche habe zu einem Rückgang der Nachfrage geführt. Hinzu kämen steigende Kosten für Treibstoff, Technikleistungen und Personal. Dadurch erhöhe sich der Druck zur Verringerung der Kapazitäten. Man wolle sich künftig "stärker auf die profitablen Strecken konzentrieren". Das ursprünglich geplante Kapazitätswachstum von jährlich rund 7 % werde auf 3 % gesenkt, erklärte die Lufthansa.

Zu Beginn des Winterflugplans 2001/2001 wird die Gesellschaft nicht mehr nach Rio de Janeiro fliegen. Die Verbindungen nach Bogota und Taschkent werden Anfang 2002 eingestellt. Zeitgleich setzt das Unternehmen auf den Nordatlantik-Routen von Frankfurt am Main nach Atlanta, Detroit und Vancouver kleinere Flugzeuge ein. Auf der Strecke Frankfurt am Main - New York werden wöchentlich zwei Flüge gestrichen.

Stimmung für die Aktien von Fluggesellschaften negativ

Nach den Ankündigungen fiel der Aktienkurs der Lufthansa bis 15.45 Uhr im Xetra-Handel um 1,66 % auf 19,00 ?, während der Dax 0,53 % auf 5 715,72 Punkte nachgab.

Trotz des Festhaltens der Lufthansa am prognostizierten Betriebsgewinn von 700 Mill. bis 750 Mill. ? im Gesamtjahr, sei nach Angaben von Händlern die Stimmung für die Aktien von Fluggesellschaften an der Börse auf Grund der allgemeinen Wirtschaftslage negativ.

Analysten sagten, dass die Streichung von unrentablen Flügen nach ähnlichen Schritten der British Airways PLC und KLM Royal Dutch Airlines NV einen Preiskrieg bei den Langstreckenflügen verhindern solle. Uwe Weinreich, Analyst bei der HypoVereinsbank, erwartet, dass Air France SA nachziehen wird.

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