Preislich gleichauf mit Nintendos Gamecube
Microsofts Xbox 20 Prozent billiger

Microsoft geht im heftigen Kampf um den zweiten Platz unter den Spielekonsolen-Herstellern erneut in die Preisoffensive. In Europa will der weltgrößte Softwarekonzern seine Xbox von Freitag an um knapp 20 Prozent billiger anbieten, teilte Microsoft am Donnerstag mit. Marktführer Sony (Playstation2) will auf den neuerlichen Preissturz nach einer ersten Stellungnahme vorerst nicht reagieren.

HB/dpa LONDON/MÜNCHEN. Mit einem Preis von rund 200 Euro schließt die Xbox preislich gleichauf mit dem Gamecube von Nintendo und unterbietet um rund ein Fünftel die Playstation von Branchenprimus Sony. "Wir sehen derzeit keine Notwendigkeit, auf den neuen deutschen Verkaufspreis unseres Wettbewerbers einzusteigen", sagte Manfred Gerdes von Sony Computer Entertainment Deutschland. Das Unternehmen wolle stattdessen mit strategischen Produktkombinationen das Interesse der Konsumenten wecken. In der Vergangenheit hatte sich Sony mit dem Branchenneuling Microsoft immer wieder heftige Preisschlachten geliefert. In den meisten Fällen zog jeweils der Konkurrent spätestens nach wenigen Tagen nach.

Mit der jüngsten Preis-Strategie fordert Microsoft jedoch vor allem Konsolen-Hersteller Nintendo im Wettbewerb um den zweiten Platz heraus. Man habe sich bereits deutlich als zweitstärkster Hersteller von Videospielsystemen in Europa etabliert, sagte Microsoft - Vertriebsmanager Peter Moore. Vor wenigen Tagen räumte Nintendo ein, mit 5,6 Millionen verkauften GameCubes im abgelaufenen Geschäftsjahr sein Ziel von 10 Millionen Einheiten klar verfehlt zu haben.

Microsoft soll als bislang Branchen-Dritter nach Medienangaben im laufenden Geschäftsjahr (bis 1. Juli) weltweit bereits mehr als 8 Millionen Einheiten seiner Konsole Xbox abgesetzt haben.

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