Preispanne bewertet Euronext mit 2,8 bis 3,1 Mrd. Euro
Dreiländerbörse Euronext geht am 6. Juli selbst an die Börse

Die weltweit fünftgrößte Börse Euronext hat die Preisspanne für ihren geplanten eigenen Börsengang mit 24 bis 27,50 ? bekannt gegeben und sich damit auf 2,8 Mrd. bis 3,1 Mrd. ? bewertet. Die aus der Fusion der Börsen in Paris, Amsterdam und Brüssel entstandende Börse teilte weiter mit, sie erwarte aus dem Börsengang Erlöse von 780 Mill. ?.

Reuters/dpa-afx PARIS. Den Angaben zufolge sollen 14,5 Mill. bis 16,7 Mill. neue Aktien aus einer Kapitalerhöhung von 400 Mill. ? und 12,2 Mill. bis 13,8 Mill. Aktien aus Altbesitz an die Börse gebracht werden. Somit würden 25 % der Anteile platziert, teilte Euronext weiter mit. Weitere 4,3 Mill. Papiere stünden für eine Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) zur Verfügung. Damit würden insgesamt 32,6 Mill. bis 33,2 Mill. Aktien zum Kauf angeboten. Die Bookbuilding-Phase laufe noch bis zum 4. Juli. Der Ausgabekurs solle am 5. Juli bekannt gegeben werden. Die Erstnotiz sei für den 6. Juli vorgesehen. Globale Koordinatoren des Börsenganges seien ABN Amro Rothschild und BNP Paribas.

Auch die Londoner Börse (LSE) plant einen Börsengang. Am 19. Juli sollen die Aktionäre der LSE dazu über die Lockerung der Stimmrechtbeschränkung von 4,9 % pro Aktionär entscheiden. Die Börse plant die Erstnotierung für den 20. Juli.

Die Aktien der Deutsche Börse werden bereits an der Börse gehandelt. Beim Börsengang im Februar war die Börse mit 3,4 Mrd. ? bewertet worden.

Euronext plant Umsatz von 175 Millionen Euro im ersten Quartal



Die Drei-Länder-Börse Euronext erwartet im ersten Quartal dieses Jahres einen Umsatz von 175 Mill. ?. Das teilte Euronext am Donnerstag bei der Vorlage des Börsen-Prospekts in Paris mit, ohne Vergleichszahlen für den Vorjahreszeitraum zu nennen.

Auch Angaben über den erwarteten Jahresumsatz wurde nicht gemacht. Im Jahr 2000 hatte der Umsatz 751,8 Mill. ? und der Überschuss 127 Mill. ? betragen. "Umsatz und Überschuss der Gruppe werden stark von der Börsenaktivität abhängen", hieß es.

Euronext-Chef rechnet mit Börsen-Fusionswelle in Europa



Die neue europäische Börse Euronext stellt sich auf eine Fusionswelle unter den europäischen Börsen ein. "Von den mehr als 30 Börsen Börsen dürften in ein paar Jahren nur noch zwei, drei oder vier übrig bleiben", sagte Euronext-Chef Jean-Francois Theodore am Donnerstag in Paris. Theodore kündigte an, dass Portugals Börse in Lissabon sich mit Euronext zusammenschließen will und lud auch Warschau ein, mit Euronext noch enger zu kooperieren oder fusionieren.

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