Preisrückgang belastet
Geflügel-Importe setzen Wiesenhof zu

Steigende Geflügelimporte insbesondere aus Thailand und Brasilien setzen in Deutschland der PHW-Gruppe mit ihrer Marke Wiesenhof zu.

HB/dpa HAMBURG. Die Geflügelpreise seien um fünf Prozent gesunken, sagte Unternehmenschef Paul-Heinz Wesjohann am Mittwoch in Hamburg. Da der Absatz um fünf Prozent gesteigert werden soll, rechne er im laufenden Geschäftsjahr 2002/2003 (30. Juni) mit einem stagnierenden Umsatz bei Wiesenhof von rund 605 Millionen Euro.

Die PHW-Gruppe legte beim Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um fünf Prozent auf 1,08 Milliarden Euro zu und soll weiter wachsen. Ertragszahlen für das Familienunternehmen mit Sitz im niedersächsischen Visbek wurden nicht genannt. Die Geflügelmarke Wiesenhof steuerte mehr als die Hälfte zum PHW-Umsatz bei, der Rest kommt aus den Bereichen Tierernährung und Gesundheitsprodukte für Menschen wie etwa Vitaminpräparate. Das Unternehmen beschäftigte im abgelaufenen Geschäftsjahr knapp 3 400 Menschen.

Die Ware aus Übersee werde im wesentlichen für tiefgekühlte Geflügelspezialitäten (Convenience-Produkte) genutzt, berichtete Wesjohann. "Da sie dann nicht etikettiert werden muss, sieht der Verbraucher aber nicht, wo die Ware herkommt", kritisierte er. Weil der Einsatz von Medikamenten in Thailand und Brasilien weniger restriktiv gehandhabt werde, könne es zu Rückständen in den Lebensmitteln kommen, wie jüngste Skandale zeigten.

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