Preissenkungen für Zulieferer und Stellenstreichungen
Chrysler-Chef sieht Autobauer mit Einsparungen im Plan

Chrysler-Chef Dieter Zetsche sieht die amerikanische Daimler-Chrysler-Tochter im Plan, bis Ende 2001 die angepeilten Einsparungen von 2,1 Mrd. Dollar zu erreichen.

rtr DETROIT. "Unsere Teams waren in der Lage die Ziele für das Halbjahr zu erfüllen oder zu übertreffen und ich habe keine Zweifel, dass sie auch für das Gesamtjahr die Ziele erreichen oder übertreffen werden", sagte Zetsche am späten Dienstagabend (Ortszeit) in einer Tisch-Rede vor der Jewish Federation of Metropolitan Detroit. Mit den anvisierten Einsparungen, darunter Preissenkungen von fünf Prozent für die Zulieferer und die Streichung von 26 000 Stellen in den nächsten drei Jahren, liege Chrysler im Plan.

In den vergangenen zwei Monaten war der Autoabsatz bei Chrysler unter die im Restrukturierungsplan für Chrysler gesetzte Zielmarke eines 14-prozentigen Marktanteils in den USA gesunken. Die Absatzresultate seien enttäuschend, sagte Zetsche. Es brauche aber einige Zeit, bis die Veränderungen im Verkauf bei Chrysler Wirkung zeigten.

Kritik an der Führung der US-Sparte

Zur der Kritik an der Führung der US-Sparte durch den deutsch-amerikanischen Konzern sagte der Manager, der von Daimler-Chrysler-Chef Dieter Schrempp im November an die Spitze von Chrysler bestellt worden war, er und Chief Operating Officer Wolfgang Bernhard seien bis of weiteres die einzigen beiden Deutschen an der Spitze von Chrysler. Zudem werde Chrysler nicht von Deutschland aus gelenkt. "Die Entscheidungen, die Auswirkungen auf die Chrysler Group haben, werden in Auburn Hills und nirgendwo sonst getroffen," sagte der Manager. Dass die Entscheidungen in Stuttgart gefällt würden, sei Unsinn.

Zetsche verteidigte in seiner Rede die 1998 geschlossene Fusion zwischen Daimler und dem US-Autobauer als notwendig für das weitere Überleben von Chrysler. Durch den Schritt habe man neue Führungskräfte von anderen Automobilkonzernen gewinnen können, was zum Teil auch durch die Stärke künftiger Modelle begünstigt gewesen sei.

Sanierungsprogramm für Chrysler

DaimlerChrysler hatte im Februar ein milliardenschweres Sanierungsprogramm für Chrysler vorgelegt, dass den Abbau von 26 000 der 125 000 Stellen, Einsparungen bei den Materialkosten, eine Plattformstrategie mit dem japanischen Partner Mitsubishi Motors und die Verwendung von Komponenten von Mercedes vorsieht.

Die hohe Verluste schreibende Chrysler-Tochter soll dadurch 2002 wieder schwarze Zahlen schreiben und 200 bereits wieder mehr als zwei Milliarden Euro Gewinn erwirtschaften.

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