Archiv
Preissturz bei Umts: Mehr Wettbewerb und neue Geräte

Düsseldorf (dpa) - Drei Monate nach dem Verkaufsstart von Umts-Handys in Deutschland purzeln jetzt die Preise. Der zweitgrößte deutsche Mobilfunkbetreiber Vodafone senkte den Gerätepreis für sein erstes Modell bereits um ein Drittel.

Düsseldorf (dpa) - Drei Monate nach dem Verkaufsstart von Umts-Handys in Deutschland purzeln jetzt die Preise. Der zweitgrößte deutsche Mobilfunkbetreiber Vodafone senkte den Gerätepreis für sein erstes Modell bereits um ein Drittel.

Mit E-Plus werben inzwischen alle vier deutschen Mobilfunkbetreiber um Umts-Privatkunden. Die Branche erhofft sich einen Umsatzschub von Videos und Fotos. Renner sind derzeit Klingeltöne und Spiele. Die kurzen Textnachrichten SMS haben dagegen nach Vodafone-Einschätzung ihren Höhepunkt erreicht.

Vodafone gewann in Deutschland innerhalb eines Jahres mehr als zwei Millionen Kunden hinzu. Die Kundenzahl stieg bis Ende Juni 2004 auf 25,5 Millionen nach 23,3 Millionen vor einem Jahr. Allein in den Monaten April, Mai und Juni kamen 460 000 Kunden dazu. Weltweit telefonierten mit dem britische Mobilfunkkonzern Ende Juni 139,2 Millionen Menschen, teilte Vodafone am Montag in London mit. Fast jeder zweite deutsche Kunde sei inzwischen ein Vertragskunde, die andere Hälfte telefoniere mit vorausbezahlten Guthaben (prepaid).

Der monatliche Umsatz pro Kunde in Deutschland ging jedoch von 26,10 Euro leicht auf etwas mehr als 25,70 Euro im Durchschnitt der vorangegangenen 12 Monate zurück. Fotos per MMS und Videos per Umts sollen diesen Trend umkehren. Viele Prepaid-Nutzer stiegen auf neue Angebote mit Langzeitvertrag um. Umts sei bei Vodafone derzeit in mehr als 400 Städten Deutschlands verfügbar. «Wir werden zügig das Netz weiter ausbauen», sagte der Vorsitzender der Geschäftsführung von Vodafone D2, Jürgen von Kuczkowski, am Montag in Düsseldorf.

Das günstigste Handy für die dritte Mobilfunkgeneration werde jetzt für 199 Euro statt der ursprünglichen 299 Euro zusammen mit einem Tarifpaket angeboten. Die Preissenkung sei nicht durch eine höhere Subventionierung der Umts-Handys, sondern durch günstigere Einkaufspreise möglich geworden, betonte der Vodafone-Manager.

Wie viele Kunden Vodafone seit dem deutschen Verkaufsstart der Umts-Handys im Mai diesen Jahres gewonnen hat, gab von Kuczkowski allerdings nicht bekannt. Die Vermutung, es gebe mangels Nachfrage sogar Lagerbestände von Umts-Handys oder Umts-Datenkarten sei aber falsch. Vodafone wolle im Weihnachtsgeschäft fünf bis sieben Umts- Handys in Deutschland zu verschiedenen Preisen anbieten. Gegenwärtig seien es zwei. Die Geräte würden kleiner, der Akku leistungsstärker und die Kamera hochwertiger. Bei der Handy-Entwicklung haben nach Meinung von Kuczkowski Hersteller aus Fernost die Nase vorn.

Als letzter der vier Mobilfunkanbieter in Deutschland startet nun E-Plus seine Umts-Angebote für Privatkunden. Ab August seien Umts- Handys mit tarifabhängigen Preisen verfügbar, teilte das Unternehmen am Montag in Düsseldorf mit. Der günstigste Gerätepreis liege dabei bei 199,90 Euro. Bei der Vermarktung der neuen Dienste stellt E-Plus das Thema Video in den Vordergrund. Bis Ende 2004 sollen die Umts- basierten Dienste von E-Plus in 300 Städten verfügbar sein, darunter in allen Städten mit mehr als 300 000 Einwohnern. In Gebieten ohne Umts-Netzversorgung schalteten die Handys auf GSM und Gprs um.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%