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Preisträger von Humboldt-Programmen bleiben in Deutschland

Berlin (dpa) - Junge Spitzenforscher, die von der Alexander von Humboldt-Stiftung mit einem Forschungsprogramm nach Deutschland geholt wurden, arbeiten überwiegend weiter hier zu Lande.

Berlin (dpa) - Junge Spitzenforscher, die von der Alexander von Humboldt-Stiftung mit einem Forschungsprogramm nach Deutschland geholt wurden, arbeiten überwiegend weiter hier zu Lande.

Der Generalsekretär der Stiftung, Georg Schütte, wertete dies am Montag in Berlin als Erfolg im Kampf gegen die Abwanderung von Wissenschaftlern. «Es zeigt sich: Wenn wir in Deutschland Bedingungen schaffen, dass die Preisträger hier gut arbeiten können, dann halten wir sie auch», sagte Schütte. So blieben 19 von 29 Preisträgern des Nachwuchsprogrammes Sofja Kovalevskaja dauerhaft in Deutschland, um ihre Arbeit fortzuführen.

Der Sofja Kovalevskaja-Preis wurde 2001 erstmalig ausgeschrieben. Die Nachwuchsforscher erhielten bis zu 1,2 Millionen Euro für drei Jahre, um in Deutschland Arbeitsgruppen aufzubauen. Das Geld wurde vom Bundesforschungsministerium gestiftet. Wegen des Erfolges wird es voraussichtlich alle zwei Jahre bis zu zehn dieser Preise geben. Die Preisträger waren entweder ausländische Staatsbürger oder aber Deutsche, die aus dem Ausland zurückgeholt wurden.

Mit dem Wolfgang Paul-Forschungspreis zeichnete die Stiftung im Jahr 2001 zudem insgesamt 14 bereits renommierte Wissenschaftler aus, die jeweils bis zu 2,3 Millionen Euro erhielten. Nach Schüttes Angaben bleiben vier dieser Forscher in Deutschland, drei führen ihre Projekte hier und ihrem Heimatland weiter und fünf wollen engen Kontakt halten.

Nach Schüttes Angaben ist die gefürchtete Abwanderung von deutschen Forschern nicht so stark wie befürchtet. Von rund 3000 Jungforschern, die die Stiftung in 20 Jahren ins Ausland geschickt habe, kämen drei Viertel zurück. «Es gibt jedoch die Sorge, dass diejenigen in den USA bleiben, die die Besten sind.»

Die Stiftung mit Sitz in Bonn organisiert und fördert seit mehr als 50 Jahren Gastaufenthalte der ausländischen Wissenschaftlerelite. Aus ihrem Netzwerk stammen 35 Nobelpreisträger.

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