Preisverfall vorerst gestoppt
Opec verringert Ölexport nicht

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ändert ihre Förderquote von täglich 23,5 Mill. Barrel (je 159 Liter) zunächst nicht.

dpa WIEN. Das beschlossen nach den Worten von Opec-Generalsekretär Ali Rodriguez die Erdölminister der elf Mitgliedstaaten am Donnerstag nach zweitägigen Beratungen in Wien. Der Verfall der Ölpreise schien unterdessen vorerst gestoppt. Das Barrel Opec-Öl kostete wieder 20,11 Dollar und lag damit um 24 Cent über dem Preis vom Dienstag.

Die Opec werde die Ölmärkte aber weiter beobachten, betonte Rodriguez. Die Minister würden daher am 14. November erneut in Wien zusammentreffen und über ihr weiteres Vorgehen beraten. Gleichzeitig lud er die Ölproduzenten außerhalb der Opec ein, an einer Stabilisierung der Ölpreise mitzuarbeiten. Vertreter unter anderem aus Russland und Mexiko waren als Gäste in Wien gewesen.

Diese Staaten wüssten, was zu tun ist, und ihre Produktion drosseln, ergänzte Opec-Präsident Chakib Khelil (Algerien). "Aber wir werden ihnen nicht sagen, was sie genau tun müssen, um den Preis zu stabilisieren."

Zuvor hatte der venezolanische Staatspräsident Hugo Chavez das Kartell aufgerufen, Aktionen zur Stützung der Ölpreise zu setzen. In diesem Zusammenhang betonte Rodriguez, dass der Opec-Preismechanismus weiter gelte. Dieser sieht eine automatische Förderdrosselung vor, wenn der Preis für Opec-Öl an 20 Tagen hintereinander unter 22 Dollar je Barrel liegt.

Es sei dies aber nicht die einzige Möglichkeit zur Stützung der Preise, sagte Chavez. "Sollte es zu dramatischen Veränderungen am Markt kommen, so werden wir die entsprechenden Maßnahmen treffen. Es könnte auch eine Änderung von mehr als 500 000 Barrel am Tag sein."

Khelil zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass sich die Ölpreise schon bald stabilisieren werden. "Ich bin sicher, dass sich die Lage am Markt in den nächsten Wochen drastisch verbessern wird", sagte der Opec-Vorsitzende.

Als Grund für den jüngsten Preisverfall gelten die weltweite Abschwächung der Konjunktur, sowie die Krise bei den Fluggesellschaften in Folge der Terroranschläge in den USA und die damit verbundene gesunkene Nachfrage nach Kerosin und anderen Ölprodukten. Dazu kommt, dass die Lager in den Verbraucherländern vor Beginn der Wintersaison voll sind. Allerdings steigen in den Wintermonaten üblicherweise die Preise wieder.

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