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Premiere startet E-Mails am Fernsehschirm

Der Kirch Premiere-Bezahlsender will für seine Kunden mit Digitalanschluss zur Jahreswende ein E-Mail-Angebot starten. "Spätestens im Dezember oder Anfang 2002 werden wir unseren Digital-Abonnenten die E-Mail-Applikation anbieten", sagte Premiere-World-Geschäftsführer Ferdinand Kayser am Donnerstag auf den Medientagen in München.

rtr MüNCHEN. Derzeit liefen Feldversuche, die bis dahin abgeschlossen sein würden. Premiere habe zur Zeit mehr als 2,4 Mill. Kunden. Nach Angaben des Unternehmens haben davon 2,2 Mill. einen Digitalanschluss. Ein solcher Anschluss ist für E-Mail-Verkehr notwendig, weil nur über die rückkanalfähigen Kabel Daten auch vom Zuschauer aus verschickt werden können.

Das Angebot sei vor allem dazu gedacht, die Attraktivität von Premiere World zu steigern, sagte Kayser weiter. Geld verdienen könne man im interaktiven Fernsehen eher mit Angeboten wie Online-Spielen oder Transaktionen, also Handel. Wichtig sei aber vor allem ein Kundenstamm, den Premiere bereits habe. "Wenn man mit interaktiven Diensten Geld verdienen will, muss man lebendige Kundenbeziehungen haben", sagte Kayser. Zur Zahl der Premiere-Kunden sagte Kayser: "Es könnten, es sollten mehr sein. Und es werden auch mehr sein."

Der Medienkonzern Kirch hatte mit seinem inzwischen in Premiere aufgegangenen Bezahlsender DF1 schon vor Jahren eine prominente Vorreiterrolle beim Digital-Fernsehen übernommen. Allerdings blieben die Abonnentenzahlen hinter den Erwartungen zurück. Mit der Einigung der deutschen Medienindustrie auf einen gemeinsamen Technikstandard und dem erwarteten Ausbau der Kabelnetze, die kürzlich mehrheitlich an private Investoren verkauft wurden, erhofft sich die Branche einen Aufschwung des digitalen Fernsehens. Neben der Auswahl aus einer Vielzahl von Fernsehkanälen setzen viele Anbieter vor allem auf E-Mail- und Spiel-Angebote sowie auf Transaktionen als Geschäftsfelder.

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