Premieren von Heynckes und D'Alessandro geglückt
Deutsches Trio im Halbfinale des UI-Cups

Im Gleichschritt und ohne Glanz haben der FC Schalke 04, Werder Bremen und der VfL Wolfsburg das Halbfinale im UI-Cup erreicht. Zur Heimpremiere von Schalke-Trainer Jupp Heynckes stimmte beim 2:1 gegen Dacia Chisinau aber nur die Kulisse. 56 256 Fans in der Arena "Auf Schalke" bedeuteten UI-Cup-Rekord.

dpa HANNOVER. Das Debüt von Neun-Millionen-Euro-Mann Andres D'Alessandro im Trikot des VfL Wolfsburg glückte beim 2:0 gegen Synot Stare Mesto aus Tschechien. Die Bremer blieben durch ein 1:0 gegen OGC Nizza im Rennen. Johan Micoud (74.) erzielte das Tor gegen seine französischen Landsleute.

"Slovan Liberec ist ein anderer Gegner", blickte Schalke-Stürmer Ebbe Sand der nächsten Partie am Mittwoch entgegen. Sollten die "Knappen" den tschechischen Meister von 2002 aus dem Weg räumen, winkt im Kampf um den Einzug in den UEFA-Cup ein deutsches UI-Cup- Finale gegen Werder Bremen. Die Bremer haben in SV Pasching aus Österreich einen schlagbaren Halbfinal-Gegner, und auch der VfL Wolfsburg sollte gegen Cibalia Vinkovci aus Kroatien eine Runde weiter kommen. Im Endspiel warten dann der FC Nantes oder AC Perugia als harte Brocken auf die ambitionierten Niedersachsen.

"Wir stehen mitten in der Vorbereitung. Die Frische und der Spielfluss haben gefehlt", kommentierte Heynckes den dürftigen Auftritt seiner Profis gegen die zweitklassigen Moldawier. In den freundlichen Beifall für den Coach mischten sich zur Halbzeit sogar Pfiffe für die Schalker Mannschaft. Erst die späten Tore von Ebbe Sand (78.) und Mike Hanke (89.) bei einem Gegentreffer von Genadi Orbu in der Nachspielzeit stimmten die Fans versöhnlich. Bis zum Bundesliga-Start in einer Woche gegen Borussia Dortmund wartet noch viel Arbeit auf Heynckes.

Alle Augen ruhten in Wolfsburg auf D'Alessandro - die VfL-Tore erzielten aber sein argentinischer Landsmann Diego Klimowicz (23.) und Martin Petrow (76.). "Er hat sich gut präsentiert. Ich bin mit seiner Leistung zufrieden", lobte Trainer Jürgen Röber seinen neuen Mittelfeldlenker. Der 22-Jährige hatte viele Ballkontakte, trat die Ecken von links und rechts und hielt bis zur 88. Minute durch. "Ich will mich Schritt für Schritt verbessern. Es ist nicht einfach, von einem Tag auf den anderen ein neues Leben anzufangen", sagte der Südamerikaner. Er war erst vorigen Dienstag in Wolfsburg angekommen.

"Unser Spiel hat lange Zeit gestottert", bekannte Werder-Trainer Thomas Schaaf. Nach dem 0:0 in Nizza erlöste ausgerechnet Frankreich- Legionär Micoud mit seinem Tor die 24 000 Zuschauer im Weserstadion. "Ich habe gegen Nizza immer gute Leistungen gezeigt. Die Geschichte hat sich fortgesetzt", sagte Micoud. Den derzeitigen Leistungsstand des Bremer Teams stufte er auf "70 bis 80 Prozent" ein. Das trifft auch auf den viel kritisierten Stürmer Ailton zu. Der Brasilianer spielte zwar stärker als zuletzt, konnte Schaaf aber nicht restlos überzeugen: "Er tut sich noch schwer und kann es besser."

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