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Premieren-Zauber auf dem «Golf-Platz»DPA-Datum: 2004-07-20 09:47:44

München/Stuttgart (dpa/gms) - In der Kompaktklasse steht in diesem Sommer eine ganze Reihe bedeutender Modellneuheiten an. Dabei treffen auf die bereits aktualisierten Platzhirsche VW Golf und Opel Astra auch ein paar völlig neue Konkurrenten.

München/Stuttgart (dpa/gms) - In der Kompaktklasse steht in diesem Sommer eine ganze Reihe bedeutender Modellneuheiten an. Dabei treffen auf die bereits aktualisierten Platzhirsche VW Golf und Opel Astra auch ein paar völlig neue Konkurrenten.

So wagt sich im September erstmals auch BMW in das Kompaktsegment und bringt für Preise ab 19 800 Euro den 1er auf den Markt. Zunächst gibt es das neue Einstiegsmodell als 4,23 Meter langen Viertürer mit steilem Heck. Der Wagen bricht dabei nach Angaben des Unternehmens in München bewusst mit den Normen dieser Fahrzeugkategorie und setzt auf einen längs montierten Frontmotor und Heckantrieb. Dazu gibt es die Wahl zwischen zwei Benzin- und zwei Dieselmotoren, die ein Leistungsspektrum von 85 kW/115 PS bis 120 kW/163 PS abdecken.

Mercedes bringt beinahe zeitgleich die zweite Generation der A-Klasse zu den Händlern. Sie wächst um 23 Zentimeter und erreicht damit das Format der bisherigen Langversion. Dabei bietet der Hersteller aus Stuttgart nach eigenen Angaben erstmals eine zweite Variante mit drei Türen an. Der Dreitürer, der erst zum Jahresende in den Verkauf geht, kostet in der Basisversion 17 632 Euro. Für den Fünftürer verlangt Mercedes 700 Euro mehr. Beim Antrieb gibt es die Wahl zwischen sieben Vierzylindern mit 60 kW/82 PS bis 142 kW/193 PS.

Einen Schritt weiter ist Audi: Der Hersteller aus Ingolstadt lässt die zweite Generation des A3 schon seit einem Jahr über den «Golf-Platz» fahren. In diesem Sommer kommt nun mit dem A3 Sportback das zweite Modell der Marke in der Kompaktklasse auf den Markt. Er ist nach Herstellerangaben eine Alternative zu Fünftürer und Avant und bietet bei identischem Radstand und sieben Zentimetern mehr Außenlänge mehr Kniefreiheit im Fond sowie 20 Liter mehr Kofferraum.

Auch die Importeure hoffen auf neue Erfolge. So bringt die spanische VW-Tochter Seat für Preise ab 16 890 Euro den Altea nach Deutschland. Aus Frankreich kommt in diesem Jahr der Nachfolger des Xsara, der das Kürzel C4 tragen wird. Toyota hat den Corolla aufgefrischt. Bei Nissan wird es bald einen Nachfolger für den Almera geben. Und bei Kia steht der neue Cerato im Rampenlicht. Er ersetzt den Shuma und wird als viertürige Limousine und als fünftüriges Steilheck angeboten. Bei Preisen ab 13 600 Euro zielt er laut Kia in Bremen vor allem auf junge Familien.

Der wichtigste Gegenspieler von Golf und Astra aber dürfte der neue Ford Focus werden. Zwar hat Ford-Chef Bernd Matthes wiederholt bestätigt, dass die zweite Generation des Escort-Nachfolgers «in diesem Herbst buchstäblich im Focus unserer Planungen steht». Doch Details zum neuen Modell aus Köln gibt es noch nicht. Nur das Design lässt sich mittlerweile erahnen, nachdem auf der Motor Show in Peking im Mai ein «Focus Concept» als viertüriges Stufenheck enthüllt wurde.

Die Platzhirsche aus Wolfsburg und Rüsselsheim reagieren auf die neue Konkurrenz mit einem erweiterten Angebot. So reicht Opel den Astra auch als Caravan nach und präsentiert auf dem Pariser Salon einen sportlichen Dreitürer. Und von VW gibt es den Golf noch im Sommer mit Allradantrieb, im Herbst als 147 kW/200 PS starken GTI und zum Jahreswechsel als hohen Kombi unter dem Arbeitstitel «Golf Plus».

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