Premierminister hält an der zweiten Resolution fest
Blair weist Iraks Angebot zur Raketen-Zerstörung zurück

Der britische Premierminister Tony Blair hat Iraks Angebot, prinzipiell zur Zerstörung seiner "El Samud 2"-Raketen bereit zu sein, zurückgewiesen.

Reuters MADRID. "Dies ist nicht die Zeit für Spielchen. Er (Iraks Präsident Saddam Hussein) weiß genau, was er tun muss", sagte Blair am Freitag nach einem Treffen mit dem spanischen Ministerpräsidenten Jose Maria Aznar in Madrid. "Als ich in dieser Woche gehört habe, dass Saddam Hussein sagte, er werde die Raketen nicht zerstören, wusste ich, dass er kurz vor dem Bericht von (Chef-Inspektor Hans) Dr. Blix erklären würde, dass er tatsächlich diese Raketen zerstören werde", sagte Blair weiter.

Aus UNO-Kreisen war verlautet, Irak habe sich in einem Brief prinzipiell bereit erklärt, die Raketen zu zerstören. Aus irakischen Kreisen verlautete zudem, Irak werde der Forderung nach der Zerstörung der Raketen nachkommen und diese könnte am Samstag beginnen. Blix hatte Irak ultimativ aufgefordert, mit der Zerstörung der Raketen bis Samstag zu beginnen. Diese überschreiten nach UNO-Angaben die Irak zugestandene Maximal-Reichweite von 150 Kilometern. Die USA und Großbritannien haben mit einem Krieg gedroht, sollte das Land nicht gemäß der UNO-Auflagen abrüsten.

Blair sagte zudem, er sei noch immer zuversichtlich, dass eine Mehrheit des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen (UNO) eine neuen Irak-Resolution unterstützen werde. Der Resolutionsentwurf war von den USA und Großbritannien mit Unterstützung Spaniens eingebracht worden und soll zu einem Krieg ermächtigen.

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