Premiummarke konnte Umsatz und Gewinn erneut steigern
Daimler-Chrysler mit hohen Gewinnen

Die Zahlen für das dritte Quartal zeigen es einmal mehr: Bei Daimler-Chrysler läuft drei Jahre nach der Fusion nur das Geschäft mit den Personenwagen der Premiummarke Mercedes-Benz-wirklich gut. Auch in diesem Jahr bleibt der Stuttgarter Autobauer auf Erfolgsspur.

ajo STUTTGART. Die Sparte konnte nicht nur den Umsatz, sondern auch das für Vergleiche im Konzern maßgebliche bereinigte operative Ergebnis in den ersten neun Monaten um 11 % steigern. Mit einem operativen Gewinn von 807 Mill. Euro im dritten Quartal liegt das Spartenergebnis deutlich über dem Betriebsgewinn des Konzerns. Auch für das Gesamtjahr rechnet Daimler-Chrysler damit, dass die Mercedes-Sparte die hohen Vorjahreswerte übertrifft.

Nur ganz knapp in den schwarzen Zahlen kann sich die Nutzfahrzeugsparte halten, nachdem sie in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres noch fast 1 Mrd. Euro an Betriebsgewinn eingefahren hatte. Grund sind die großen Probleme bei Freightliner, dem zweiten großen Sorgenkind neben Chrysler im Konzern.

Der Verlust von Freightliner wird von Analysten auf 800 bis 900 Mill. Euro geschätzt. Für Freightliner hat der Konzern am 12. Oktober ein umfassendes Restrukturierungskonzept vorgelegt, das im vierten Quartal zu zusätzlichen Belastungen von mehr als 300 Mill. Euro führen wird. Es sieht unter anderem Fabrikschließungen und einen weiteren Stellenabbau vor. Erst Ende nächsten Jahres wird Freightliner voraussichtlich wieder in die schwarzen Zahlen kommen. Die US-Nutzfahrzeugtochter leidet nicht nur unter dem Einbruch des amerikanischen Schwerlastermarktes. Auch Leasingverträge mit hohen garantierten Rücknahmepreisen machen ihr schwer zu schaffen. Aber auch die Lkw-Nachfrage in Europa nahm deutlich ab. Im Gesamtjahr 2001 wird die Nutzfahrzeugsparte dennoch voraussichtlich einen leicht positiven Betriebsgewinn ausweisen.

Beim japanischen Autobauer Mitsubishi Motors (MMC), an dem sich Daimler-Chrysler mit gut 37 % beteiligt hat, rechnet der Konzern im laufenden Jahr weiterhin mit einer Rückkehr in die operative Gewinnzone. Die Senkung der Material- und Fixkosten liege im Plan, heißt es Zwischenbereicht. Beim Personalabbau sei man zudem schneller vorangekommen als erwartet. Im dritten Quartal muss Daimler-Chrysler allerdings einmalige Sanierungsaufwendungen von 49 Mill. Euro verbuchen. Zudem belasten MMC hohe Schulden. Der von Daimler-Chrysler zu MMC entsandte Vize-Chef Rolf Eckrodt räumte kürzlich ein, dass der Schuldenabbau nicht einfach sein werde.

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