Prepaid-Handys besitzen 50 Prozent Marktanteil
Studie erwartet über fünf Millionen UMTS-Nutzer

Mobile Datendienste werden in Deutschland im Jahr 2005 von 44 % der Mobilfunkkunden genutzt werden. Von diesen 29 Millionen Menschen werden 5,3 Millionen ein UMTS-Handy einsetzen, die anderen GPRS-Handies. Das jedenfalls erwartet Mathias Plica in seinem Xonio Mobilfunk-Report 2000.

Bis 2010 soll jeder zweite Mobilfunkkunde UMTS-Nutzer sein. Die Pionier-Anwender werden vor allem Geschäftskunden sein, das hat die Einführung des Mobilfunks Anfang der 90-er Jahre gezeigt.

Das Jahr 2000 bezeichnet Mobilfunkexperte Plica als den Zeitpunkt, in dem Mobilfunk endgültig zum Massenprodukt geworden ist. Den Boom habe Telekom-Tochter T-Mobil auf der letztjährigen Cebit ausgelöst: durch günstige Handies mit vorausbezahltem Gebührenguthaben (Prepaid). T-Mobil sei es wegen des damals angepeilten Börsengangs wichtig gewesen, auf möglichst hohe Kundenzahlen zu kommen. Denn danach wurde der Wert an den Börsen berechnet, heißt es in dem Report. D2-Vodafone zog sofort nach, während es kleine Betreiber im E-Netz enorme Anstrengungen kostete. E-Plus verlor hierbei laut Plica 2,5 % seines Marktanteils.

Mit dem Billig-Handy-Boom verdoppelte sich die Zahl der Nutzer auf fast 50 Millionen. Allerdings zahlten die Netzbetreiber teuer für diesen Zuwachs. Im Schnitt kostete es 300 DM Handy-Subventionen, einen Kunden zu gewinnen, der für 30 DM im Monat telefoniert. Privatkunden mit Zwei-Jahres-Vertrag haben eine doppelt so hohe Rechnung. Noch besser verdienen Mobilfunkunternehmen an Geschäftskunden, deren Monatsrechnung sich auf 120 DM beläuft. Ende 2000 erreichten Prepaid-Karten 50 % Marktanteil. Doch jetzt erwarten Investoren statt Kundenwachstum Profitabilität. Also rücken Mobilfunk-Firmen von Prepaid-Angeboten ab, Vorreiter dabei ist Marktführer D2.

Der Markt nähert sich laut Plica der Sättigungsgrenze. In diesem Jahr sei ein Zuwachs von 17,8 % realistisch, nach 106 % im letzten Jahr. Dann werde sich die Zunahme der Nutzerzahlen mit 6,7 % im Jahr 2002 im einstelligen Bereich einpendeln. Den Anteil der Handynutzer an der Bevölkerung (Penetration) berechnet Plica auf die Kunden bezogen. Mobilfunkunternehmen legen statt dessen oft die Zahl der Handys zugrunde und kommen auf Penetrationsraten von über 100 %.

Der Xonio-Mobilfunk-Report 2000, Xonio GmbH, Stuttgart (vormals Plica Marktforschung Analyse) ist eine jährliche Bestandsaufnahme des deutschen Mobilfunkmarkts. www.xonio.com

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