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Presse: Basf erwartet stark gebremsten Stellenabbau im Werk Ludwigshafen

Das Tempo des Stellenabbaus im Ludwigshafener Stammwerk des Chemiekonzerns Basf AG wird einem Presseartikel zufolge künftig deutlich gebremst.

dpa-afx LUDWIGSHAFEN. Das Tempo des Stellenabbaus im Ludwigshafener Stammwerk des Chemiekonzerns Basf AG wird einem Presseartikel zufolge künftig deutlich gebremst. Die Unternehmensleitung erwartet nach Informationen der Ludwigshafener "Rheinpfalz" (Mittwochausgabe), dass die Zahl der Mitarbeiter auch in 15 Jahren noch bei über 30 000 liegen werde.

Das wäre dann, gerechnet ab Ende 2004, höchstens noch ein Schwund von 5 000 Stellen. Seit 1990 hat die Basf in Ludwigshafen 23 500 Arbeitsplätze abgebaut. Die überraschende Beschleunigung des Abbaus im ersten Halbjahr 2004 hatte in der Belegschaft und im Umfeld des Unternehmens Befürchtungen ausgelöst, das Tempo des Stellenstreichens ziehe wieder dauerhaft an. Das wird aber nach vorliegenden Informationen der "Rheinpfalz" nicht der Fall sein.

Die Basf-Personalplanung gehe davon aus, dass es Ende 2004 noch 35 000 Beschäftigungsverhältnisse im Stammwerk geben wird. Das sind laut Zeitung 2000 weniger als Ende 2003. Rund 5 000 der seit dem Beginn des Abbaus im Jahr 1990 gestrichenen Stellen seien in der Region erhalten geblieben, weil sie zu ausgegliederten oder verkauften Unternehmensteilen wie der früheren Basf-Pharmasparte Knoll - jetzt Abbott - oder der Informationstechnologie - jetzt Basf IT Services - gehören. Die vorübergehende Beschleunigung des Stellenschwunds in diesem Jahr hänge vor allem mit dem Auslaufen der gesetzlichen Regelung der Altersteilzeit zusammen, heißt es laut "Rheinpfalz" in Unternehmenskreisen.

Vorausgesetzt, es brechen keine Absatzmärkte weg, etwa durch die Abwanderung industrieller Basf-Kunden in großem Stil, halte es der Basf-Vorstand für unvorstellbar, dass der weitere Stellenabbau in den kommenden 15 Jahren auch nur annähernd in dem Ausmaß fortgesetzt wird, wie seit 1990. Ein Industriegigant mit 250 Fabriken auf gut sieben Quadratkilometern mit dem Sitz der Konzernleitung und dem Zentrum der Forschung wäre mit einer Belegschaft von weniger als 30 000 Mitarbeitern "nicht mehr handhabbar", verlautet nach Informationen der Zeitung aus dem Unternehmen.

Das Stammwerk steht laut Zeitung unternehmensintern im Ruf, der beste Standort des Konzerns und wahrscheinlich sogar der effizienteste Chemiekomplex weltweit zu sein. Um das Niveau zu halten, wolle die Basf auch künftig 1,4 Mrd. Euro im Jahr für das Werk ausgeben.

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