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Presse: China will Zügel für seine Wirtschaft wieder lockern

China will nach einem Pressebericht die Zügel für seine boomende Wirtschaft wieder lockern. Wegen einer drohenden Überhitzung eingeführte Beschränkungen für Investitionen und Bankkredite würden noch im Oktober oder Anfang November zurückgefahren, berichtete die in Hongkong erscheinende Zeitung "South China Morning Post" am Mittwoch unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Quellen.

dpa-afx/apa HONGKONG. China will nach einem Pressebericht die Zügel für seine boomende Wirtschaft wieder lockern. Wegen einer drohenden Überhitzung eingeführte Beschränkungen für Investitionen und Bankkredite würden noch im Oktober oder Anfang November zurückgefahren, berichtete die in Hongkong erscheinende Zeitung "South China Morning Post" am Mittwoch unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Quellen.

Die Entscheidung dazu werde bei einer in Kürze geplanten nationalen Wirtschaftskonferenz verkündet. Dort würden Regierungsvertreter einen "vorläufigen Erfolg" der bisherigen Beschränkungen verkünden, gleichzeitig aber betonten, es würden nicht alle Kontrollmechanismen außer Kraft gesetzt.

Bremsprogramm DER Regierung Erfolgreich

In China mit einem voraussichtlichen Wirtschaftswachstum von neun Prozent in diesem Jahr wurden seit der Jahresmitte eine Reihe von Verwaltungsvorschriften erlassen, die Investitionen vor allem in den Boom-Sektoren Stahl, Aluminium, Zement, Immobilien und der Autoproduktion beschränken sollen. Banken wurden angewiesen, bei der Vergabe von Krediten Zurückhaltung walten zu lassen. Regierungskontrolleure gehen zudem verstärkt gegen illegal ausgewiesene Industriezonen in den Provinzen vor.

Das Programm hatte Erfolg. Im August wuchsen die Investitionen in Unternehmen und Infrastruktur nur noch um 26 Prozent, nachdem im ersten Quartal noch ein Durchschnittsplus von 43 Prozent erreicht worden war. Volkswirte und lokale Regierungsvertreter hatten in den vergangenen Monaten jedoch gewarnt, die Beschränkungen für die Wirtschaft könnten zu einer "harten Landung" der chinesischen Wirtschaft führen.

'Wirkliche Lage Schlimmer ALS Offizielle Daten Nahelegen'

"Die wirkliche Lage ist schlimmer als es die offiziellen Daten nahelegen", zitierte die Zeitung eine ungenannte Quelle. "Viele Banken haben aus Furcht vor Verstößen gegen die Regierungsregeln die Kreditvergabe eingestellt." Dies könne problematisch werden. Daneben werde in der Politik inzwischen die Gefahr einer stark steigenden Inflation als geringer eingeschätzt.

"Die Inflation wird vor allem durch steigende Nahrungsmittelpreise getrieben, aber das ist eine gute Nachricht für Mill. Bauern im Land", sagte eine Quelle der Zeitung. "Die Regierung will nicht, dass die Weizenpreise gerade dann sinken, wenn sie versucht, den Lebensstandard der Bauern zu heben."

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